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Die Weltgesundheitsorganisation hat das Risiko für die öffentliche Gesundheit durch den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo von „hoch“ auf „sehr hoch“ angehoben.

In einem Update vom Freitag sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Leiter der Agentur, dass bisher 82 Fälle im Land bestätigt worden seien, darunter sieben bestätigte Todesfälle.

„Aber wir wissen, dass die Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo viel größer ist“, sagte Ghebreyesus und fügte hinzu, dass es rund 750 vermutete Fälle und 177 vermutete Todesfälle gebe.

Der Generaldirektor sagte, das globale Risiko der Krankheit sei weiterhin gering.

Der Ausbruch wurde durch das seltene Bundibugyo-Virus verursacht, für das es keinen bewährten Impfstoff gibt. Es hat sich auch im benachbarten Uganda ausgebreitet, wo zwei Fälle bestätigt wurden und ein Todesfall.

Es wurde bestätigt, dass ein US-Bürger, der in der Demokratischen Republik Kongo gearbeitet hatte, an der Krankheit erkrankt war und Anfang dieser Woche zur Behandlung in das Charité-Krankenhaus in Berlin verlegt wurde.

Das Krankenhaus teilte am Freitag mit, der Mann sei „stark geschwächt“, aber nicht lebensgefährlich krank.

„Da sich der Krankheitsverlauf ändern kann, bleibt er unter strenger Beobachtung und wird behandelt. Er wird im Hochsicherheitsbereich der spezialisierten Isolierstation betreut“, hieß es.

Tedros sagte, der WHO seien auch Berichte bekannt, wonach ein weiterer US-Bürger, der als Hochrisikokontakt gilt, in die Tschechische Republik überstellt worden sei.

In den Niederlanden gab das Universitätskrankenhaus Radboud am Freitag bekannt, dass es einen Patienten mit „geringem Verdacht“ auf Ebola aufgenommen und bis zum Vorliegen des Ergebnisses der Diagnosetests isoliert habe.

Ebola ist eine schwere und tödliche Krankheit, die erstmals 1976 identifiziert wurde. Nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention verlaufen bis zu 90 % der Ebola-Fälle tödlich. Zu den Symptomen können Fieber, Schwäche, Durchfall und Erbrechen gehören.

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