Nach Aussage über die FDP

Kubicki über Merz: „Du Eierarsch, dir werde ich das zeigen!“

Aktualisiert am 23.04.2026 – 11:01 UhrLesedauer: 2 Min.

Wolfgang Kubicki kandidiert für den FDP-Vorsitz. (Quelle: Fotostand / Jacobs via www.imago-images.de/imago-images-bilder)

Friedrich Merz hatte die FDP nach den Landtagswahlen für tot erklärt. Jetzt will das FDP-Urgestein Wolfgang Kubicki ihn eines anderen belehren.

Eigentlich hatte Wolfgang Kubicki eine Kandidatur als FDP-Vorsitzender ausgeschlossen. Dann erklärte Friedrich Merz die FDP nach den Ergebnissen der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz für tot und Kubicki änderte seine Meinung. Mit dem Gedanken „Du Eierarsch, dir werde ich das zeigen!“ reagierte der 74-Jährige nach eigenen Worten auf die Aussage von Merz und fasste schließlich den Entschluss, für den FDP-Vorsitz zu kandidieren. Alle Kräfte, die er noch in sich habe, „die haben sich dann aufgebäumt“.

Weiter hält der Bewerber für den FDP-Vorsitz gemeinsame parlamentarische Abstimmungen mit der AfD für unproblematisch. „Ich kenne keine Brandmauer“, sagte der frühere Bundestags-Vizepräsident im Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ der Funke Mediengruppe. „Ich würde keinem AfD-Antrag zustimmen, aber ich würde meine Anträge nicht davon abhängig machen, dass die AfD zustimmen könnte“, sagte Kubicki. „Würde ich das tun, wie dumm ist das denn, würde ich die komplette Agenda der AfD in die Hand geben.“

Eine Koalition mit der AfD schloss Kubicki dagegen aus. Auf die Frage, ob er eine neue Protestpartei aufbauen wolle, sagte der Liberale: „Jede Partei ist auch Protestpartei.“ Er müsse aber keine neue Partei aufbauen. Die FDP sei nicht tot, sondern müsse einfach neu aufgeladen werden – „und zwar mit Selbstbewusstsein, und nicht dauernd in Abgrenzung von anderen“.

Kubicki kandidiert beim FDP-Parteitag im Mai für die Nachfolge des scheidenden Bundesvorsitzenden Christian Dürr. Kubickis Gegner ist NRW-Landeschef Henning Höne.

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