Die WM 2026 begleitet Thomas Müller als TV-Experte. Im Gespräch mit t-online zieht er ein erstes Fazit – und spricht über die nächsten Herausforderungen der DFB-Elf.

Bei den vergangenen Weltmeisterschaften stand Thomas Müller noch selbst für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Rasen. Das Turnier 2026 begleitet er nun als Fan – und gleichzeitig in der Rolle als Experte für MagentaTV. Für den 36-Jährigen eine ganz neue Erfahrung.

t-online hat mit Müller nun über seine ersten Tage vor der Kamera gesprochen. Der Weltmeister von 2014 bezieht dabei zu einem kontrovers diskutierten Austausch mit Jürgen Klopp Stellung. Zudem spricht er über seine Zukunftsplänen – und verteidigt einen ehemaligen Mitspieler.

t-online: Herr Müller, bei der WM 2026 sind Sie erstmals als TV-Experte im Einsatz. Wie fällt Ihr Fazit zu den ersten Tagen in Ihrer neuen Aufgabe aus?

Thomas Müller: Ich stelle bereits jetzt fest, wie viel Freude mir das Ganze bereitet – vor allem die Arbeit in den Stadien mit meinen Kolleginnen und Kollegen. Es macht mir Spaß, Spielszenen genau zu analysieren, die der Zuschauer vor dem TV-Bildschirm vielleicht nicht auf den ersten Blick sieht. In solchen Momenten liefere ich dann mit meiner langjährigen Fußballerfahrung vielleicht auch die ein oder andere interessante Information, mit der ich das Spiel und die WM für die Fans etwas erlebbarer mache.

Es ist für Sie die erste WM seit 2006, die Sie lediglich als Zuschauer verfolgen. Juckt es Ihnen in diesen Tagen besonders in den Füßen, weil Sie eigentlich selbst mitspielen wollen?

Klar, manchmal natürlich schon. Es hat schon einen Grund, weshalb ich in meinem Hauptjob noch auf dem Platz stehe. Fußball zu spielen ist nach wie vor meine größte Leidenschaft.

Haben Sie eigentlich bereits Rückmeldung aus dem DFB-Team zu Ihrer Tätigkeit als Experte erhalten? Nationalspieler Deniz Undav meinte jüngst auf einer Pressekonferenz, dass er Sie nicht anrufen werde, solange Sie bei Ihren Analysen Recht haben.

Bisher habe ich keinen Anruf erhalten. Jetzt ist die Frage, wie man das interpretieren möchte. Vielleicht hat er sich nicht getraut oder er fand meinen Vorschlag gut, ihn gegen Curaçao in die Startelf zu stellen. (grinst)

Zumindest hat er sich für Kritik, aber auch für Lob offen gezeigt. Seine Worte: „Egal, was Thomas sagt, Thomas darf.“

Meine Marschroute als Experte ist klar: Selbst wenn ich mal etwas Kritisches sage, dann geht es nie darum, irgendjemanden bloßzustellen oder zu attackieren. Ich beobachte und benenne die Dinge so, wie ich sie sehe und fühle.

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