Vom Urlaub direkt ins Gefängnis
Polizei verhaftet Kreuzfahrtpassagier
Aktualisiert am 16.04.2026 – 14:09 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Mann verbringt ein paar Tage in Skandinavien auf der „Aida Mar“. Als er von der Reise zurückkommt, wartet schon die Polizei auf ihn.
Kaum aus dem Urlaub wieder in Deutschland – schon im Gefängnis: Die Bundespolizei hat an der Ostseeküste einen Kreuzfahrtpassagier verhaftet. Vom Warnemünder Cruise Center ging es direkt zum Haftrichter am Amtsgericht Rostock und von dort in eine nahegelegene Justizvollzugsanstalt.
Wie die Bundespolizeiinspektion Rostock mitteilte, lag gegen den 46-Jährigen ein offener Untersuchungshaftbefehl vor: Dem Mann wird unter anderem Beihilfe zum bandenmäßigen Anbau und Handel von Cannabis in nicht geringer Menge vorgeworfen, außerdem die „Entziehung elektrischer Energie“, also Stromdiebstahl.
Ein Polizeisprecher erklärte t-online, der Mann aus Bayern sei am Mittwochmorgen am Hafen von den Beamten festgenommen worden. Der Haftbefehl war demnach am 20. März vom Amtsgericht Schweinfurt erlassen worden. Die ermittelnden Behörden in Bayern hätten den Kollegen in Mecklenburg-Vorpommern einen Hinweis gegeben, dass sich der Verdächtige auf der „Aida Mar“ befinde.
Das Kreuzfahrtschiff war zuvor auf einer viertägigen Skandinavien-Tour gewesen. Startpunkt der Kurzreise war Hamburg. Noch am Mittwoch legte die „Aida Mar“ nach einem Gästewechsel wieder ab, neues Ziel ist die polnische Stadt Gdynia nahe Danzig.
Die „Aida Mar“ ist 253 Meter lang. Das Schiff hat 1.100 Kabinen auf zwölf Passagierdecks.









