„Eine neue Herausforderung“
Nach Olympia-Aus: Wintersportler wechselt Sportart
Aktualisiert am 21.07.2026 – 07:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Olympia-Aus der Nordischen Kombination zieht Ryōta Yamamoto Konsequenzen. Seine Ambitionen bleiben groß.
Die Nordische Kombination verliert nach dem Olympia-Aus einen ihrer bekanntesten Athleten. Der Japaner Ryōta Yamamoto hat entschieden, künftig als Spezialspringer anzutreten. Der Schritt fiel dem 29-Jährigen jedoch alles andere als leicht.
„Ich habe mich dazu entschieden, zum Skispringen zu wechseln. Die Nordische Kombination ist eine Disziplin, die mich als Person enorm hat wachsen lassen. Einen Sport zu verlassen, in dem ich dank der Unterstützung zahlreicher Menschen unzählige Erfahrungen sammeln konnte, war extrem traurig und keine leichte Entscheidung für mich“, erklärte Yamamoto in einer offiziellen Mitteilung.
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Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte kürzlich bekannt gegeben, die Nordische Kombination aus dem Programm der Olympischen Spiele zu streichen. Diese Entscheidung beeinflusste auch Yamamotos Zukunftspläne. „Die Olympischen Spiele bleiben mein größtes Ziel. Die Leidenschaft, diesen Traum erneut zu verfolgen und die Grenzen meiner Fähigkeiten zu testen, hat meine Entscheidung weiter bestärkt“, betonte er. In Japan haben die Olympischen Spiele traditionell einen besonders hohen Stellenwert.
Yamamoto folgt prominenten Vorbildern
Während andere Kombinierer wie Matteo Baud (Frankreich) nach der IOC-Entscheidung ihre Karriere beendeten oder wie Aaron Kostner (Italien) und Pascal Müller (Schweiz) öffentlich über einen Rücktritt nachdachten, war ein Karriereende für Yamamoto offenbar nie eine Option. „Ich habe mich entschieden, auf das Gefühl, durch die Luft zu fliegen, zu hören und eine neue Herausforderung anzunehmen“, führte er aus.
Yamamoto ist nicht der erste Athlet, der von der Nordischen Kombination zum Skispringen wechselt. Der Finne Anssi Koivuranta, der 2008/09 den Gesamtweltcup in der Kombination gewann, debütierte 2010 als Spezialspringer und feierte 2014 am Bergisel seinen bislang letzten Weltcup-Sieg für Finnland. Auch der Österreicher David Zauner und der Russe Evgeniy Klimov schafften als Quereinsteiger den Sprung aufs Weltcup-Podium.
Ob Yamamoto ähnliche Erfolge feiern kann, bleibt abzuwarten. In der vergangenen Saison belegte er in der „Best Jumpers Trophy“ den zehnten Platz, nachdem er 2022/23 noch als bester Springer ausgezeichnet worden war. Seine bisherigen Erfolge in der Nordischen Kombination umfassen unter anderem Olympia-Bronze mit dem Team in Peking 2022 sowie zwei Einzel-Podestplätze im Weltcup. Dreimal schloss er die Gesamtwertung unter den Top 15 ab, zuletzt reichte es für Platz 20.











