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Home » Uhr liegt beim Kalorien-Verbrauch oft daneben
Gesundheit

Uhr liegt beim Kalorien-Verbrauch oft daneben

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 10, 2026
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Studie deckt auf

Smartwatches liegen beim Kalorienverbrauch oft daneben

10.09.2026 – 14:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Mann schaut auf seine Smartwatch (Symbolbild): Viele Menschen nutzen sogenannte Wearables regelmäßig beim Training. (Quelle: andreswd/getty-images-bilder)

Gängige Smartwatches können den Kalorienverbrauch beim Sport deutlich überschätzen. Wer damit abnehmen will, sollte sich auf die Werte besser nicht verlassen.

Smartwatches können beim Sport hilfreiche Begleiter sein: Sie messen etwa Herzfrequenz, Trainingsdauer und zurückgelegte Schritte. Doch beim geschätzten Kalorienverbrauch sollten Nutzer eher vorsichtig sein, wie eine kürzlich in der Fachzeitschrift „PLOS ONE“ veröffentlichte Studie zeigt.

Vier Smartwatches im Vergleich

Für die Forschungsarbeit haben Wissenschaftler der Florida International University untersucht, wie genau vier beliebte Smartwatch-Modelle den Energieverbrauch beim Sport bestimmen. Dafür trugen 58 Erwachsene während eines kontrollierten Trainings auf einem Liegefahrrad jeweils gleichzeitig eine Apple Watch Series 8, eine Fitbit Sense 2, eine Samsung Galaxy Watch 5 und eine Garmin Forerunner 955.

Parallel dazu ermittelten die Forscher mit einem medizinischen Messgerät den tatsächlichen Energieverbrauch. Das Ergebnis: Die Smartwatches lagen typischerweise 15 bis 25 Prozent daneben. Bei den schlechter abschneidenden Modellen waren die Abweichungen im Durchschnitt noch größer.

Die Apple Watch lieferte die genauesten Werte. Garmin und Samsung überschätzten den Kalorienverbrauch am stärksten. Bei der Fitbit traten während der Messungen wiederholt technische Probleme auf. Teilweise zeigte sie für ein komplettes Training lediglich eine Kilokalorie an. Diese fehlerhaften Messungen wurden aus der Auswertung entfernt.

Je mehr Körperfett, desto ungenauer

Zudem fiel auf, dass die Schätzungen mit zunehmendem Körperfettanteil ungenauer wurden. Warum das so ist, konnten die Forscher nicht eindeutig klären. Studienautor Jason Kostrna vermutet, dass die verwendeten Algorithmen der Geräte eine Rolle spielen könnten. Auch die Funktionsweise der Sensoren trägt womöglich dazu bei.

Für Menschen, die abnehmen möchten und ihren Kalorienverbrauch mit der Uhr kontrollieren, kann das relevant sein. Zeigt die Smartwatch beispielsweise 500 verbrannte Kilokalorien an, könnten tatsächlich nur etwa 350 Kilokalorien verbraucht worden sein.

„Man kann die angezeigte Zahl der verbrannten Kalorien nicht als genauen Wert betrachten, denn das ist sie nicht“, sagte Kostrna. Durch die Abweichungen könne man sich „jede Woche um Hunderte Kalorien verschätzen und leicht bei einem Kalorienüberschuss landen, obwohl man glaubt, ein Kaloriendefizit zu haben“.

Herzfrequenz ist aussagekräftiger

Die Forscher raten deshalb, die Kalorienangabe eher als grobe Obergrenze zu betrachten und für eine vorsichtige Einschätzung abzurunden. Wer aufgrund der Anzeige zusätzliche Kalorien beim Essen einplant, könnte sonst unbemerkt mehr Energie aufnehmen als verbrauchen.

Hilfreicher können andere Daten der Smartwatch sein, etwa Herzfrequenz, Trainingsdauer und die Zeit in verschiedenen Pulsbereichen. Auch persönliche Trends über längere Zeit sind laut den Forschern aussagekräftiger als der Kalorienwert eines einzelnen Trainings.

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