Das sind die Details

Regierung erhöht das Kindergeld


Aktualisiert am 04.07.2026 – 10:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Nach dem Koalitionsgipfel: Lars Klingbeil (SPD), Bundesfinanzminister spricht zu den Anwesenden. Er plant eine Steuerreform und ein erhöhtes Kindergeld für Familien. (Quelle: IMAGO/Andreas Gora/imago)

Die Koalition hat sich auf die versprochenen Reformen geeinigt. Darunter fällt auch eine erneute Erhöhung des Kindergeldes.

Die schwarz-rote Koalition will das Kindergeld erhöhen. Es soll voraussichtlich in zwei Stufen bis auf 272 Euro im Jahr 2028 steigen, wie es in einem Papier des Finanzministeriums heißt, das t-online vorliegt. Das Kindergeld beträgt derzeit unabhängig vom Einkommen 259 Euro pro Monat und Kind.

Die Bundesregierung hat bereits angekündigt, dass viele Familien mit kleinen Kindern das Kindergeld bald ohne Antrag automatisch ausgezahlt bekommen sollen. Das neue Verfahren ohne Antrag soll im kommenden Jahr in zwei Schritten greifen: In einer ersten Stufe voraussichtlich im März 2027 sollen all diejenigen Eltern das Kindergeld automatisch bekommen, die bereits ein älteres Kind haben. Voraussichtlich ab November 2027 könnten dann auch diejenigen Eltern auf den Antrag verzichten, die ihr erstes Kind bekommen.

Kinderfreibetrag steigt auch

Zuletzt hatte die Ampelkoalition das Kindergeld erhöht, damals auch in zwei Schritten auf das heutige Niveau. 2024 lag das Kindergeld noch bei 250 Euro.

Darüber hinaus hat die Koalition auch eine Erhöhung des Kinderfreibetrags beschlossen. Damit soll das Existenzminimum von Kindern gesichert werden. Eltern können ihr zu versteuerndes Einkommen um diesen Betrag absenken. 2026 liegt der Freibetrag bei 6.828 Euro pro Kind. Auf welche Höhe dieser Betrag erhöht werden soll, sagte das Finanzministerium zunächst nicht. Die Berechnungen werden voraussichtlich erst im Herbst vollständig vorliegen.

An einer anderen Stelle hat die Koalition allerdings für viele Familien eine Kürzung geplant: Das Wohngeld soll ab 2027 geringer ausfallen als bisher. Vor allem wird die Heizkostenpauschale gesenkt und es werden neue Vermögensgrenzen eingeführt, ab denen man Wohngeld beantragen kann. Die meisten Wohngeldbezieher sind Familien oder Rentner.

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