Gegen Spam und Erpressung
Google baut Schutzfunktionen für Maps aus
21.04.2026 – 13:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Google kündigt neue Schutzmechanismen für Maps an. Diese richten sich gegen Fake-Bewertungen, Erpressung und manipulierte Einträge. Für Deutschland gilt eine Besonderheit.
Google hat neue Schutzmaßnahmen für seinen Kartendienst Maps vorgestellt. Diese sollen gefälschte Bewertungen und manipulierte Ortsangaben schneller abfangen. Nach Unternehmensangaben haben Nutzer im Jahr 2025 mehr als eine Milliarde Bewertungen sowie 80 Millionen Änderungsvorschläge zu Orten auf der Plattform veröffentlicht.
Einen Schwerpunkt legt der Konzern auf den Schutz vor Erpressung. Einzelne Akteure versuchten, Geld für die Entfernung von gefälschten Ein-Sterne-Bewertungen zu verlangen, schreibt der Konzern in einem Blogeintrag. Die Systeme sollen solche Muster nun früher erkennen, Inhaber informieren und verdächtige Beiträge blockieren, bevor sie online gehen. Die neuen Schutzmaßnahmen sollen in den kommenden Wochen weltweit eingeführt werden.
Für die Kontrolle von Änderungen an Ortsbezeichnungen setzt Google künftig auf seine hauseigene KI-Technologie Gemini. Diese soll Vorschläge aussortieren, die gegen die Richtlinien verstoßen, etwa politische oder soziale Kommentare mit lokalem Bezug. Die Funktion werde ab sofort weltweit für Android, iOS und Desktop-Computer eingeführt.
Verifizierte Inhaber eines Unternehmensprofils können sich künftig per E-Mail über vorgeschlagene Änderungen informieren lassen und diese vor der Veröffentlichung prüfen. So lassen sich falsche Öffnungszeiten oder andere Angaben korrigieren, bevor sie auf dem Profil erscheinen.
In Deutschland erscheint künftig auf Unternehmensprofilen ein Banner, wenn einzelne Bewertungen nach Beschwerden wegen Diffamierung entfernt wurden. Damit soll erkennbar sein, dass Inhalte aus rechtlichen Gründen gelöscht worden sind. Ein weiterer Hinweis soll weltweit erscheinen, wenn die Bewertungsfunktion eines Profils wegen eines Spam-Angriffs vorübergehend gesperrt ist.
Laut dem Trust-and-Safety-Report des Konzerns wurden 2025 weltweit mehr als 292 Millionen Bewertungen blockiert oder entfernt, die gegen die Richtlinien verstießen. 79 Millionen Änderungsvorschläge seien ebenfalls gestoppt worden. Überdies habe das Unternehmen mehr als 13 Millionen gefälschte Unternehmensprofile gelöscht und Beschränkungen für über 782.000 Konten verhängt.
