Nagelsmann über Bayern-Torhüter
Kehrt Neuer zur WM zurück? Bundestrainer äußert sich
Aktualisiert am 17.04.2026 – 01:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Kommt er, kommt er nicht? Über eine Rückkehr von Manuel Neuer ins DFB-Tor wird viel spekuliert. Nun äußert sich der Bundestrainer – und zwar doppeldeutig.
Es ist das bestimmende Thema, über das Fußball-Deutschland rund zwei Monate vor dem Start der WM spricht: Wird Manuel Neuer nochmal zwischen den Torpfosten stehen, wenn die deutsche Nationalmannschaft der Männer ab dem 13. Juni in den USA, Mexiko und Kanada einen erneuten Anlauf auf den Titel nimmt?
Der Bayern-Torhüter, wenngleich bereits 40 Jahre alt, hatte zuletzt mit Weltklasse-Paraden auf sich aufmerksam gemacht. Nicht nur in der Bundesliga, auch in der Champions League spielte der Weltmeister von 2014 groß auf. Allerdings unterliefen ihm im Rückspiel gegen Real Madrid, das die Bayern nach einem dramatischen Kampf mit 4:3 knapp für sich entschieden, zwei Fehler. Einer davon bereits in der ersten Minute der Partie. Ein grober Patzer, der sofort die Spekulationen wieder ins Kraut schießen ließ, ob dieser Neuer für die WM wirklich eine so gute Wahl sein könnte.
Nun hat sich auch Bundestrainer Julian Nagelsmann zu der Causa geäußert. In der Sendung „Bestbesetzung“ bei MagentaTV sagte der 38-jährige Übungsleiter: „An der Situation mit Manuel hat sich nichts geändert. Er ist zurückgetreten und hat in den letzten Spielen mehrfach darüber gesprochen, dass das weiterhin Bestand hat“.
Nagelsmann verweist also auf Neuers eigene Entscheidung in der Sache. Interessant ist hingegen, was er nicht sagt: Wie er selbst über eine mögliche Rückholaktion des langjährigen Nationalkeepers denkt. Auch auf Nachfrage des Moderators Johannes B. Kerner wiederholt Nagelsmann lediglich: „Noch mal: Manu ist zurückgetreten, aus freien Stücken, das hat er mehrfach wiederholt und deswegen ist es gar nicht so sinnvoll, darüber stetig zu diskutieren“.
Nagelsmann lässt diese Frage offen, ob er im Falle von Neuers Bereitschaft einer Rückkehr den Torhüter wieder in den Kreis der Nationalspieler aufnehmen würde. Fakt ist, dass der Bundestrainer sich mit Oliver Baumann (TSG Hoffenheim) auf eine Nummer eins im Tor festgelegt hat. Allerdings haben nicht wenige Experten Zweifel, ob Baumann tatsächlich über die Klasse eines Manuel Neuers verfügt. Erst am Mittwoch hatte der ehemalige DFB-Kapitän Michael Ballack bei Sky gesagt: „Es muss auch erlaubt sein, über die besten Spieler zu diskutieren. Es ist eine Leistungsgesellschaft. Die Diskussion muss auch Baumann aushalten.“
Derweil betonte Nagelsmann, dass sein Verhältnis zu Manuel Neuer entgegen anderslautender Spekulationen ungetrübt sei. Er verstehe sich prächtig mit seinem ehemaligen Spieler, so der DFB-Coach bei MagentaTV. „Ich habe einen tollen Draht zu Manu, auch wenn viele manchmal anderes behaupten. Wir sprechen immer wieder mal.“ Sollte Neuer es sich also doch noch anders überlegen mit der WM-Teilnahme, weiß er, wie er den Bundestrainer erreichen kann.










