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Home » Investor soll Grass-Rechte und Marke retten
Wirtschaft

Investor soll Grass-Rechte und Marke retten

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 18, 2026
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Investor soll Grass-Rechte und Marke retten

Nach 57 Jahren

Traditionsverlag mit Rechten am Werk von Günter Grass sucht Investor

18.07.2026 – 18:12 UhrLesedauer: 2 Min.

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Verleger Gerhard Steidl (Archivbild): Er hat den Steidl-Verlag 1969 gegründet. (Quelle: Jelinek, Hubert via www.imago-images.de/imago)

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Steigende Kosten und ein Exporteinbruch haben den Steidl-Verlag in die Insolvenz geführt. Der 75-jährige Gründer will sein Lebenswerk retten – bis Ende August soll ein Käufer gefunden sein.

Das Amtsgericht Göttingen hat am 10. Juli ein vorläufiges Insolvenzverfahren über den Steidl-Verlag eröffnet. Der 1969 gegründete Traditionsverlag hält die Weltrechte am Werk von Günter Grass und druckt und verlegt Bücher von Karl Lagerfeld und Bryan Adams. Wie unter anderem der NDR berichtet, führt Verleger Gerhard Steidl die Krise auf gestiegene Energie- und Papierkosten sowie einen Exportrückgang in die USA und nach China zurück.

Ausgelöst wurde das Verfahren durch einen Antrag der Minijobzentrale – wegen unbezahlter Sozialabgaben. Steidl erklärte, diese Rückstände inzwischen beglichen zu haben. „Die Zeiten sind sehr schlecht für das Buchgewerbe“, räumte er ein.

  • Experte über Insolvenzen: „Das gibt Machtkämpfe und böses Blut“
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„Herr Steidl steht von morgens bis abends an den Druckmaschinen“

Damit sind die finanziellen Probleme des Göttinger Verlags aber nicht vollständig gelöst. Der Arbeitsrechtler Sascha John, der nach eigenen Angaben seit eineinhalb Jahren rund 20 Mitarbeiter des Verlags vertritt, erklärte der „Bild“, Löhne seien nicht oder verspätet gezahlt worden. Insgesamt seien etwa zwei Dutzend Verfahren am Arbeitsgericht geführt worden, fast immer mit Zwangsvollstreckung. „Noch immer ist ein mittlerer bis hoher fünfstelliger Betrag an Netto-Lohnforderungen offen“, so John.

Steidls Anwalt Hasso Werk bestätigte die wirtschaftliche Schieflage. Die Rückstände gegenüber den Mitarbeitern sollten durch einen künftigen Käufer ausgeglichen werden. Man suche international nach einem Investor. „Herr Steidl ist 75 Jahre alt und steht von morgens bis abends an den Druckmaschinen. Er will sein Lebenswerk fortgesetzt sehen“, erklärte Werk.

Ziel sei es, bis Ende August einen Investor gefunden zu haben. Zugleich solle die Marke neu ausgerichtet werden – unter anderem mit Büchern für Unternehmen, etwa für den Schuhhersteller Birkenstock.

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