Wohnungen in Frankfurt
Großer Vermieter insolvent: Was das für Mieter bedeutet
Aktualisiert am 10.03.2026 – 09:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Immobilienunternehmen mit Wohnungen in Frankfurt steckt in der Insolvenz. Die Stadt erklärt nun, worauf betroffene Mieter besonders achten sollten.
Ein großer Wohnungsvermieter aus der Region steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Das Immobilienunternehmen Noratis mit Sitz in Eschborn ist insolvent. Betroffen sind auch Miter von Wohnungen in Frankfurt.
Nach Angaben der städtischen Stabsstelle Mieterschutz gehören dem Unternehmen in Frankfurt unter anderem Häuser in der Radilostraße sowie in der Alten Gasse. Weitere Liegenschaften in der Stadt seien nach aktuellem Stand nicht betroffen.
Das Amtsgericht Frankfurt hat das Insolvenzverfahren zum 1. März eröffnet. Die Firma darf ihr Geschäft weiterhin selbst führen, steht dabei aber unter Aufsicht eines Sachwalters. Noratis hat seinen Sitz in Eschborn und besitzt Wohnungsbestände in mehreren Städten, auch im Rhein-Main-Gebiet.
Nach Angaben der Immobilienfirma gehören Noratis zudem rund 415 Wohnungen mit 27.600 Quadratmeter Mietfläche in Ginnheim.
Schon im Dezember hatte das Unternehmen angekündigt, sich unter einem sogenannten Schutzschirmverfahren neu aufstellen zu wollen. Hintergrund waren gescheiterte Verhandlungen mit Banken über die Finanzierung.
Für viele Mieter dürfte die wichtigste Nachricht sein: Der Mietvertrag bleibt gültig. Auch wenn der Vermieter insolvent ist, ändert sich daran zunächst nichts.
Die Miete muss weiterhin wie gewohnt gezahlt werden. Allerdings sollten Mieter ihre Post in den nächsten Wochen besonders aufmerksam prüfen. Möglich ist, dass der Insolvenzverwalter eine neue Bankverbindung mitteilt. Wer dann weiterhin auf das alte Konto überweist, könnte im schlimmsten Fall die Miete ein zweites Mal zahlen müssen.
Die Frankfurter Stabsstelle Mieterschutz warnt außerdem vor möglichen Betrugsversuchen. Immer wieder kursieren bei Insolvenzen gefälschte Schreiben oder E-Mails mit angeblichen Zahlungsaufforderungen. Verlässliche Informationen kommen nur vom Insolvenzverwalter, vom Amtsgericht, vom Vermieter oder von der Hausverwaltung, heißt es.
Wenn Mieter Forderungen haben, etwa aus Nebenkostenabrechnungen, sollten sie sich frühzeitig beraten lassen. Ansprechpartner sind zum Beispiel Mieterschutzvereine, Anwälte oder die Beratungsstelle für Mietrecht.
Auch die Stabsstelle Mieterschutz im Frankfurter Amt für Wohnungswesen bietet Unterstützung an. Droht eine Sperre von Strom oder Gas, kann zudem die Energieschuldenberatung der Verbraucherzentrale Hessen helfen.










