Modell soll Millionen bringen

Bundesligist vor Geldregen

23.04.2026 – 17:11 UhrLesedauer: 1 Min.

Merlin Polzin: Er trainiert den HSV seit November 2024. (Quelle: IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal)

Der HSV bündelt das Engagement seiner Mitglieder in einem neuen Genossenschaftsmodell. Ein anderer norddeutscher Klub legte bereits vor.

Der Hamburger SV hat die konkrete Planung für sein Genossenschaftsmodell vorgestellt. Mithilfe des „Supporters Trust“ soll das finanzielle Engagement der Klubmitglieder ab dem Gründungsbeginn am 5. Mai gebündelt und eine finanzielle Beteiligung an der ausgegliederten Profiabteilung im Sinne des Vereins ermöglicht werden. Der Bundesligist rechnet damit, in einem ersten Schritt rund 16 Millionen Euro einzunehmen.

Zum Auftakt stünden 18.870 Anteile zur Verfügung. HSV-Präsident Henrik Köncke erklärte: „Diese orientiert sich an konkreten Projekten im Volksparkstadion, die von Vorstand Eric Huwer festgelegt wurden.“ Das Ziel: „Das Stadionerlebnis für alle spürbar zu verbessern.“ Geplant ist unter anderem ein Ausbau der Arena von 57.000 auf 60.000 Plätze – mit einem Mindestengagement von 887 Euro pro Anteil.

Zu den Unterstützern zählen Vereinslegende Horst Hrubesch, Vize-Präsidentin und Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig sowie Hamburgs Trainer Merlin Polzin. Der 35-Jährige sagte: „Beim HSV gab es schon immer diese besondere Verbindung zwischen Mitgliedern, Fans, Mannschaft und allen, die den Verein leben.“ Dass sich Personen aus der Mannschaft und dem Staff einbringen, zeige, „wie viel uns der HSV bedeutet und dass wir uns auch neben dem Platz einbringen wollen“.

Stadtrivale FC St. Pauli hatte zuvor bereits ein Genossenschaftsmodell erfolgreich eingeführt.

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