Der Erfolg kam dann kurzzeitig mit Trainer Enzo Maresca zurück, der im Sommer 2024 in London unterschrieb. Maresca gab Chelsea wieder eine fußballerische Identität, gewann die Conference League und die Klub-WM. Ein halbes Jahr später musste er gehen. An Neujahr trennte sich Chelsea von Maresca, Gründe nannte der Verein nicht. In Medienberichten hieß es, der Italiener habe sich nicht ausreichend gewürdigt gefühlt und hätte mehr Mitspracherecht bei Transfers gefordert.

Angesichts der vielen teuren Fehlgriffe wäre es sinnvoll gewesen, wenn Chelsea ihn mehr einbezogen hätte. Doch Boehly und sein Team planten anders. Das Verhältnis zwischen Trainer und Klubspitze sei „vollständig zerbrochen“, hieß es. Sein Vertrag in London hatte eigentlich noch eine Laufzeit bis 2029, dreieinhalb Jahre vorher war Schluss.

Als Nachfolger präsentierte der Verein Liam Rosenior, der trotz wechselhafter Ergebnisse zunächst Rückendeckung bekam und über den Sommer hinaus hätte bleiben sollen. Man hätte meinen können, die Chefetage Chelseas hätte dazugelernt, dem Trainer mehr Zeit zu geben und ihn bei der Kaderplanung einzubeziehen. Doch eine Niederlagenserie später war Rosenior dann doch gefeuert. Damit steht Chelsea an einem schlechteren Punkt als vor den milliardenschweren Investitionen. Dass die Verantwortlichen für die Zukunft des Vereins die richtigen Lehren aus dem Scheitern der vergangenen Monate und Jahre ziehen, bleibt mehr als zweifelhaft.

Share.
Exit mobile version