„Die letzten Wochen waren absolut freudlos“

Beliebter Hamburger Friseur meldet Insolvenz an


11.07.2026 – 13:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Friseur (Symbolbild): In Hamburg hat ein beliebter Friseur mit Herausforderungen zu kämpfen. (Quelle: IMAGO/Yuri Arcurs peopleimages.com/imago)

Das Hamburger Unternehmen Nicolaisen hat für einen Teil seines Geschäfts Insolvenz angemeldet. Doch es gibt Hoffnung: Der Betrieb soll zunächst normal weiterlaufen.

Für die Nicolaisen GmbH & Co. KG ist ein Insolvenzantrag gestellt worden. Das geht aus der Insolvenzbekanntmachung des Amtsgerichts Hamburg hervor. Demnach wurde am 8. Juli unter dem Aktenzeichen 67g IN 247/26 ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet.

Geschäftsführer Lars Nicolaisen bestätigte dies in einem ausführlichen Blogbeitrag und stellte zudem klar, dass nicht „Nicolaisen Intercoiffure Hamburg“ als Ganzes betroffen sei, sondern nur die Gesellschaft, die die Salons am Ballindamm und in der Hamburger Meile betreibt. Neben den beiden Salons gibt es noch eine weitere in der Tesdorpfstraße 20 in Eimsbüttel, diese gehöre allerdings zu einer eigenständigen Gesellschaft, betonte er.

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Nicolaisen beschrieb die Insolvenz als Schritt zur Neuausrichtung des Unternehmens. Die Salons seien wirtschaftlich tragfähig, die Probleme lägen unter anderem in finanziellen Altlasten aus früheren Jahren. Monatlich vertrauten dem Unternehmen nach seinen Angaben mehr als 800 Kundinnen und Kunden ihre Haare an. Der Unternehmer betonte, sämtliche Verpflichtungen wie Löhne, Mieten, Steuern und Lieferantenrechnungen seien bis zum Insolvenzantrag erfüllt worden.

In den Salons ändert sich vorerst nichts

Die Wochen vor der Entscheidung, Insolvenz anzumelden, seien extrem gewesen. „Alleine sich dem Thema ‚mögliche Insolvenz‘ zu nähren, zu schauen, wer einem helfen kann und dann mit einem Experten erste Gespräche zu führen, klingt vielleicht logisch und locker, und ist emotional dennoch so schwer“, resümierte Nicolaisen. Er habe sich selbst als Versager beschimpft, stündlich würden einen Selbstzweifel überfallen. „Die letzten Wochen waren absolut freudlos“, betonte er. Dennoch blicke er zuversichtlich in die Zukunft.

Doch wie geht es jetzt weiter? „Die Arbeitsplätze unserer Mitarbeitenden sind sicher und unsere Kunden können sich auf ihre Termine freuen“, gab Nicolaisen an. Ob letztendlich alle Standorte gehalten werden können, müsse man sehen.

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