Hohe Strafen drohen

„Es reicht“: Stadt verhängt Grillverbot an Silbersee

07.05.2026 – 10:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Silbersee in Langenhagen (Archivbild): Hier gilt ab Samstag absolutes Grillverbot. (Quelle: Wirestock/imago)

Er gilt als einer der beliebtesten Badeseen in der Region Hannover. Auf Grillen müssen die Besucher künftig aber verzichten. Ein entsprechendes Verbot gilt bereits zeitnah.

Die Stadt Langenhagen hat das Grillen in der gesamten Erholungsanlage Silbersee bis auf Widerruf verboten. Bürgermeister Mirko Heuer erließ dazu eine Allgemeinverfügung, die am Freitag veröffentlicht wird und am kommenden Samstag in Kraft tritt. Verstöße können mit einem Zwangsgeld von bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

Nach Angaben der Stadt waren dem Schritt zahlreiche Maßnahmen vorausgegangen. So wurden zusätzliche Müllcontainer und Aschebehälter aufgestellt, Reinigungen verstärkt und mehr Kontrollen durch den Ordnungsdienst durchgeführt. Auch Hinweisschilder vor Ort sollten auf die Regeln aufmerksam machen.

Dennoch habe sich die Situation nicht verbessert. Laut Stadt kam es weiterhin zu Vermüllung, unsachgemäß entsorgten Grillresten und gefährlichen Situationen durch offenes Feuer außerhalb der erlaubten Bereiche. Heiße Asche und Glutreste seien mehrfach in Müllbehälter geworfen oder in Grünanlagen und am Gewässer zurückgelassen worden. Dadurch seien Brandgefahren sowie Belastungen für Natur, Tierwelt und Grundwasser entstanden.

Bürgermeister Mirko Heuer erklärte: „Wir haben lange versucht, mit Aufklärung, Appellen und zusätzlichen Maßnahmen eine Lösung zu erreichen. Wir wollten bewusst Freiräume erhalten und diejenigen nicht einschränken, die sich an Regeln halten. Aber die Realität ist: Dieser Ansatz ist gescheitert. Es reicht.“

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Heuer kritisierte, dass die zunehmende Vermüllung, die Schäden an Natur und Umwelt sowie die zunehmende Rücksichtslosigkeit ein Maß erreicht hätten, das nicht länger hinzunehmen sei. „Wir tragen Verantwortung für die Sicherheit der Menschen und für den Schutz dieses wichtigen Naherholungsgebietes“, sagte er.

Nach Angaben der Stadt hätten Kontrollen zudem gezeigt, dass ein Großteil der Verstöße nicht von Menschen aus Langenhagen begangen worden sei. „Die Folgen tragen jedoch unsere Bürgerinnen und Bürger und unsere Stadt. Deshalb mussten wir handeln und ich habe diese Allgemeinverfügung erlassen“, sagte Heuer.

Parallel dazu brachte der Bürgermeister eine Änderung der Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in die politischen Gremien ein. Ziel sei es, das Grillverbot dauerhaft in der städtischen Verordnung zu verankern. Die politischen Gremien sollen im Juni darüber beraten.

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