Von&nbspDiana Resnik

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Die Raupe des Eichenprozessionsspinners hat sich in Teilen Berlins massiv ausgebreitet. Sportanlagen und Grünflächen in Charlottenburg-Wilmersdorf wurden daher geschlossen.

Am härtesten trifft es die Anwohner rund um die Jungfernheide: Dort sind Türrahmen, Autos, Fassaden und sogar Leuchten betroffen – ein Albtraum für die Menschen vor Ort.

Ältere Bewohner trauen sich nicht mehr, ihre Häuser zu verlassen, sagte Bezirksstadtrat Nico Kaufmann (SPD) gegenüber BZ. Kinder seien mit Blasen übersät. Mittlerweile kommen sie nach Aussage der Einheimischen nur noch mit Kortisontabletten über den Tag.

Die Gefahr geht von den feinen Brennhaaren der Eichenprozessionsspinnerraupe aus. Diese Haare enthalten das Protein Thaumetopoein. Sie können sich leicht lösen und durch den Wind ausgebreitet werden. Sie sind extrem klein, stachelig und dringen bei Kontakt in die Haut, Augen oder Atemwege ein. Dort lösen sie mechanische Reizungen und allergische Reaktionen wie starken Juckreiz, Hautausschläge, Bindehautentzündungen oder Atembeschwerden aus. Ein besonderes Problem besteht darin, dass die Haare in alten Nestern noch lange nach dem Verschwinden der Raupen aktiv bleiben und daher weiterhin eine Gefahr darstellen.

Die Gesundheitsbehörden greifen nicht ein, da die Raupen nicht zu den klassischen Schädlingen wie Ratten zählen. Darüber hinaus verbietet das Pflanzenschutzamt den Einsatz von Bioziden gegen sie. Dadurch war es den Behörden bereits im vergangenen Jahr nicht gelungen, rechtzeitig gegen die Raupen vorzugehen.

Anwohner haben nun eine Petition gestartet. Sie fordern einen verbindlichen Schutzplan für die Jungfernheide und für ganz Berlin.

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