Achtelfinale der WM

Eiskalt gegen den Gastgeber: Marokko wirft Kanada raus


Aktualisiert am 04.07.2026 – 21:10 UhrLesedauer: 2 Min.

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Im Video: Ismael Saibari muss früh ausgewechselt werden. (Quelle: MagentaTV)

In der ersten Halbzeit entwickelt sich eine umkämpfte Partie. Marokko erleidet einen frühen Schlag. Nach der Pause ändert eine Szene den Spielverlauf.

Jubel in Marokko, Trauer in Kanada: Durch einen verdienten 3:0 (0:0)-Sieg gegen den Gastgeber haben es die Nordafrikaner ins Viertelfinale der Fußball-WM geschafft.

Azzedine Ounahi wurde mit zwei Toren (50., 82.) zum Matchwinner gegen zeitweise zu naive Kanadier, die eine starke Anfangsphase nicht in Tore ummünzen konnten. Soufiane Rahimi (90.+8) erzielte den Endstand. Marokko musste zudem einen personellen Rückschlag verkraften, als WM-Star Ismael Saibari schon früh in der Partie verletzt ausgewechselt werden musste. Kanada ist damit der erste der drei Turnier-Gastgeber, der ausgeschieden ist.

Im Viertelfinale trifft Marokko nun auf den Sieger der Partie Paraguay gegen Frankreich (Samstag, 23 Uhr im Liveticker bei t-online).

So lief das Spiel:

In ihrem insgesamt dritten WM-Achtelfinale begann Marokko aber erstaunlich passiv. Die Kanadier, die erneut ohne den nicht gänzlich fitten Bayern-Profi Alphonso Davies starteten, bestimmten klar die Anfangsphase. Jonathan David vergab eine halbwegs gute Torgelegenheit (5.), Tani Oluwaseyi hatte die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an dem meist nur Bono genannten Torhüter Yassine Bounou (10.).

Die verletzungsbedingte Auswechslung von Saibari traf die Marokkaner kurz vor der ersten Trinkpause hart. Der 25-Jährige hatte bei dieser WM bereits dreimal getroffen, unter anderem zur Führung beim 1:1 gegen Rekordweltmeister Brasilien in der Gruppenphase. Rahimi kam für den verletzten Teamkollegen in die Partie. Der Abschluss des Neuen in die Arme von Kanadas Torwart Maxime Crépeau war der erste Schuss der Marokkaner aufs Tor (28.).

Der Führungstreffer erlöste Marokko

In der Folge passierte bis zum Halbzeitpfiff nicht mehr viel, die Partie wirkte trotz des K.-o.-Charakters fußballerisch sehr behäbig – und wurde teils hitzig. Der größte Aufreger war bis dahin eine Rangelei, die mit Gelben Karten für Kanadas Richie Laryea und Marokkos Achraf Hakimi endete (40.). Der englische Schiedsrichter Michael Oliver hatte Mühe, die Gemüter zu beruhigen und verteilte noch weitere Verwarnungen.

„Das Level, das wir die ersten Spiele gezeigt haben, wird nicht reichen, um dieses Spiel zu gewinnen“, hatte Marokkos Nationaltrainer Mohamed Ouahbi vor dem Spiel angemahnt. Der Druck lag auch auf Real-Madrid-Star Brahim Díaz, der bislang torlos geblieben war – und wie seine Teamkollegen gegen Kanada 45 Minuten lang große Probleme hatte, sich in Szene zu setzen.

Entsprechend überraschend fiel die Führung kurz nach dem Wiederanpfiff. Nach einem Freistoß von Hakimi kam der Ball zu Ounahi, der von der Strafraumgrenze flach ins untere Toreck traf. Für die Marokkaner wurde die Partie im Anschluss naturgemäß leichter. Der amtierende Afrika-Meister verlegte sich auf Konter und konnte abwarten. Das zweite Tor des Profis vom FC Girona riss die kanadischen Fans endgültig aus allen Träumen.

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