Betrugsmasche für Investitionen
Identität gestohlen: Rekordspielerin erstattet Anzeige
21.04.2026 – 18:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein KI-generiertes Video nutzt das Gesicht von Wendie Renard, um für ein angebliches Investitionsprojekt zu werben. Nun reagiert der Profi darauf.
Das französische Fußball-Idol Wendie Renard hat nach der Verbreitung eines sogenannten Deepfakes Anzeige wegen Identitätsdiebstahls erstattet. Das teilte ihr Anwalt am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP mit. „Nicht nur will sie verhindern, dass ihrem Image geschadet wird, sie will auch diejenigen schützen, die möglicherweise betrogen werden“, erklärte ihr Anwalt Laurent Burgy, der die Klage für seine Mandantin eingereicht hat.
In einem im Internet kursierenden Video wird mithilfe Künstlicher Intelligenz das Gesicht der Kapitänin von OL Lyonnes benutzt, um für eine Investition in ein angebliches KI-Projekt zu werben. Der Deepfake richtet sich besonders an die Bewohnerinnen und Bewohner der Karibikinsel Martinique, von der Renard stammt.
Bereits am Montag hatte die 35-Jährige in den sozialen Medien vor der Fälschung gewarnt. Die langjährige Nationalspielerin Frankreichs schrieb bei X, Instagram und Facebook: „Derzeit kursiert ein Video, das mein Bild ohne meine Zustimmung verwendet und mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt wurde.“
Renard, Rekordspielerin der Champions League, dementiere den Inhalt ausdrücklich: „Er spiegelt weder meine Aussagen noch meine Werte noch meine Haltung wider“. Zugleich rief sie dazu auf, wachsam zu bleiben und „diese Art der Manipulation“ nicht weiterzuverbreiten. Anwalt Laurent Burgy betonte, Renard sei „keine Influencerin“: „Der einzige Ort, an dem sie sich engagieren möchte, ist der Platz.“
Die Zahl der Deepfakes, die das Bild bekannter Persönlichkeiten missbrauchen, nimmt seit einiger Zeit stark zu. Betrüger nutzen sie unter anderem für Finanz- und Kryptobetrug, politische Täuschungen, den Verkauf gefälschter Produkte oder für sogenannte Liebestäuschungen.










