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Home » Friedrich Merz muss sich verabschieden: Unicredit übernimmt Commerzbank
Wirtschaft

Friedrich Merz muss sich verabschieden: Unicredit übernimmt Commerzbank

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 16, 2026
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Friedrich Merz muss sich verabschieden: Unicredit übernimmt Commerzbank

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Die Unicredit steht kurz davor, die Anteilsmehrheit an der Commerzbank zu übernehmen – und die Bundesregierung stellt sich quer. Damit verrät Friedrich Merz seine eigenen Prinzipien.

Die Übernahme der Commerzbank durch die Unicredit ist kaum noch aufzuhalten. Seit dem Einstieg vor zwei Jahren hat die italienische Großbank ihren Anteil kontinuierlich ausgebaut und kontrolliert jetzt fast 50 Prozent der zweitgrößten deutschen Privatbank. Die Bundesregierung will das nicht wahrhaben, klammert sich an den eigenen Anteil und nennt das Vorgehen der italienischen Bank „inakzeptabel“. Das grenzt an Realitätsverweigerung.

Besonders unglaubwürdig macht sich dabei der Bundeskanzler. Friedrich Merz spielt sich gerne als Verfechter von grenzenlosem Wettbewerb auf und wirbt aktiv für eine europäische Kapitalmarktunion. Diese soll den Banken auf dem Kontinent größere Geschäfte ermöglichen. Doch sobald eine italienische Bank versucht, ihre Schlagkraft auf Kosten eines deutschen Mitbewerbers zu erhöhen, reagiert Merz angegriffen. Der Übernahmeversuch sei „unfreundlich sowohl gegenüber der Commerzbank als auch gegenüber der Bundesrepublik Deutschland“, klagt der 70-Jährige.

Anstatt nationale Schutzreflexe zu bedienen, sollte die schwarz-rote Regierung ihren Aktienanteil an die Unicredit verkaufen und sich von der Commerzbank verabschieden.

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Die neuen Eigentümer können es besser

Denn die Übernahme ist eine Chance für die Commerzbank. Als eigenständigem Institut fehlt ihr die Größe und die internationale Schlagkraft, um dauerhaft mithalten zu können. Unicredit-Chef Andrea Orcel verfolgt stattdessen ein Ziel, das deutsche Politiker sonst selbst fordern: eine europäische Großbank als Gegengewicht zu den übermächtigen US-Häusern.

Gewiss, auch das fusionierte Institut würde nach Börsenwert und Bilanzsumme zunächst in der zweiten Liga spielen, weit hinter JP Morgan oder Goldman Sachs. Doch das zeigt nur, dass eine Konsolidierung überfällig ist. Denn wenn selbst der Zusammenschluss zweier Großbanken nur für die zweite Liga reicht, wie klein bleibt Europa dann erst, wenn jede Bank in ihrem nationalen Gehege gehalten wird?

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Die Unicredit ist außerdem kein fremder Angreifer, sondern hierzulande längst zu Hause. Mit der HypoVereinsbank besitzt sie seit 2005 eine deutsche Großbank und finanziert seither den deutschen Mittelstand. Vermisst jemand die deutsche Eigentümerschaft der HVB? Eben.

Ja, die Übernahme hätte einen Preis: Orcel plant den Abbau von 7.000 Stellen, der Vorstand soll abgesetzt werden und Filialen dürften verschwinden. Das ist bitter für die Beschäftigten, aber es ist die Realität am Wirtschaftsstandort Deutschland. Überkapazitäten lösen sich nicht auf, weil die Politik sie unter Schutz stellt.

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