Fragwürdige Entscheidung

„Einen krasseren Fehler kannst du nicht machen“


24.04.2026 – 08:01 UhrLesedauer: 2 Min.

Deniz Undav (l.) neben Schiedsrichter Tobias Welz: Der Stuttgarter hatte schon das eine oder andere Problem mit dem Unparteiischen. (Quelle: IMAGO/Fotostand / Schäfer)

Der SC Freiburg fühlt sich um ein Tor betrogen. Stuttgart jubelt, teilt aber selbst als Sieger gegen den Schiedsrichter aus und übt scharfe Kritik.

Nach dem dramatischen Halbfinal-Aus im DFB-Pokal erregte ein aberkannter Treffer beim SC Freiburg reichlich Ärger. „Wenn das ein Foul ist, dann muss ich, glaube ich, hier und heute meine Karriere beenden, weil das ist wirklich gar nichts“, schimpfte Kapitän Christian Günter nach dem 1:2 (1:1, 0:1) gegen den VfB Stuttgart nach Verlängerung. „Der läuft gegen einen 1,95-Mann, der fliegt einfach hin, und es ist niemals ein Foul.“ Auch Freiburgs Trainer Julian Schuster hatte ein „reguläres“ Tor erkannt: „Entschuldigung, das ist kein Foul. Das tut weh.“

Was war passiert? Direkt in der ersten Minute der Verlängerung war Freiburg vermeintlich in Führung gegangen. Doch noch bevor Lucas Höler den Ball über die Linie geschossen hatte, hatte das Schiedsrichtergespann um Tobias Welz auf Foul gegen VfB-Abwehrchef Jeff Chabot entschieden. „Ich habe ihm gesagt, dass es eine Frechheit ist, das wegzupfeifen. Und er hat gesagt, dass es eine glasklare Entscheidung ist“, sagte Höler später bei Sky.

Sogar Stürmer Deniz Undav vom siegreichen VfB kritisierte die Schiedsrichter-Entscheidung scharf. „Einen krasseren Fehler, glaube ich, kannst du nicht machen als Schiri. Gut für uns natürlich, aber das darfst du nie und nimmer wegpfeifen“, sagte der deutsche Nationalspieler. Auch Stuttgarts Coach Sebastian Hoeneß konnte Freiburgs Frust verstehen. „Die Situation darfst du nicht abpfeifen. Da hätten wir genauso reagiert, wie es die Freiburger getan haben“, meinte er.

Undav übte nach Spielende übrigens grundsätzliche Kritik an Schiedsrichter Welz, der seiner Meinung nach kein Fingerspitzengefühl für das emotionale Baden-Württemberg-Halbfinale gehabt habe. „Er hat das Spiel heute nicht richtig gut kontrollieren können. Er hat zu viele Gelbe Karten gegeben. Am Anfang vor allem irgendwelche Fouls gepfiffen, die keine Fouls waren“, sagte der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1. „Man kann auch nicht mit ihm reden“, sagte Undav über den Unparteiischen Welz. „Ich mag den eh nicht. Wir hatten schon mal ein Problem.“

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