Ab 1. Juli

Gesundheitsministerium gibt Zustimmung für neue Leistung


18.06.2026 – 07:15 UhrLesedauer: 1 Min.

Apothekenzeichen im Schaufenster: Assistierte Telemedizin verküzt Wege, besonders auf dem Land. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber/imago)

Apotheken sollen ihren Kunden künftig bei Videosprechstunden helfen. Vor allem für Menschen auf dem Land soll das Angebot den Weg zum Arzt verkürzen.

Grünes Licht vom Gesundheitsministerium: Apotheken können ab 1. Juli ihren Kunden erstmals assistierte Telemedizin anbieten. Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Vereinbarung zwischen dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen und dem Apothekerverband nicht beanstandet. Das teilte ein Ministeriumssprecher dem Fachportal „Apotheke Adhoc“ mit.

Assistierte Telemedizin soll Patienten dabei helfen, in der Apotheke Zugang zu einer ärztlichen Videosprechstunde zu bekommen. Mit einem speziellen Abfragetool prüft die Apotheke, ob eine Videosprechstunde für das jeweilige Anliegen des Patienten überhaupt angebracht ist. In dringenden Fällen kann die Videosprechstunde auch innerhalb der Apotheke wahrgenommen werden.

Das Angebot können sowohl Kassen- als auch Privatpatienten nutzen. Es richtet sich vor allem an Personen, die keinen Computer oder kein internetfähiges Smartphone besitzen oder praktische und technische Unterstützung benötigen.

Laut Tatjano Zambo vom Deutschen Apothekerverband ist das Verfahren primär für Menschen in ländlichen Regionen interessant, da diese sich so weite Wege in die Arztpraxen sparen könnten.

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