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Die neue Linie 666 von FlixBus soll Krakau mit Hel verbinden und über Warschau und die beliebtesten Ferienorte auf der Halbinsel Hel verkehren.

Die Nachricht von der Wiedereinführung der Nummer 666 löste sofort großes Interesse bei Medien und Passagieren aus. Dabei geht es nicht nur um eine neue Ferienverbindung, sondern auch um das Comeback einer der bekanntesten Buslinien in Polen.

Route 666 nach Hel

Die Geschichte der Route 666 reicht viele Jahre zurück. Lange Zeit verband ein von PKS Gdynia betriebener Dienst Dębki mit Hel. Die Routennummer wurde dank eines Wortspiels populär: Der Name der Stadt klingt wie das englische Wort „Hölle“, und die Nummer 666 wird häufig mit der biblischen „Nummer des Tieres“ in Verbindung gebracht.

Die Zufälle führten dazu, dass die Linie weit über Pommern hinaus Beachtung fand. Touristen machten Fotos von den Bussen, veröffentlichten die Bilder in den sozialen Medien und nannten den Dienst „Bus zur Hölle“.

Der Bus fuhr jahrelang nach Hel, doch im Jahr 2023 wurde die Zahl nach Protesten einiger religiöser Gruppen auf 669 geändert. Zu diesem Thema wurden Petitionen eingereicht und die Geschichte wurde auch von ausländischen Medien aufgegriffen.

FlixBus lässt die Linie 666 wieder aufleben

In der Sommersaison 2026 kehrt die Nummer 666 zurück. FlixBus startet eine neue Fernverkehrslinie von Krakau nach Hel, die unter anderem über Warschau, Władysławowo, Chałupy, Kuźnica, Jastarnia und Jurata führen wird.

Unternehmensvertreter machten keinen Hehl daraus, dass die Wahl der Nummer bewusst war.

„Es ist besser, wenn eine Route von selbst erklärt, wohin sie führt.“ In diesem Fall gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen. „Jeder wird es verstehen“, sagte Michał Leman, Geschäftsführer von FlixBus in Osteuropa, auf einer Pressekonferenz, wie die Website Trójmiasto.pl zitiert.

FlixBus nach Hel: eine Reise von mehr als einem Dutzend Stunden

Der Betreiber betont jedoch, dass es dabei nicht nur um Marketing gehe. Nach Angaben des Unternehmens suchen Passagiere seit mehreren Saisons aktiv nach Direktverbindungen von Polens Großstädten zur Halbinsel Hel.

Die neue Strecke soll während der Sommersaison täglich verkehren. Die Abfahrt aus Krakau ist für 6:00 Uhr morgens geplant, die Ankunft in Warschau gegen 10:30 Uhr und in Hel vor 20:00 Uhr. Die gesamte Fahrt wird etwa dreizehn Stunden dauern.

Der Betreiber argumentiert, dass der sorgfältig gewählte Fahrplan darauf abzielt, die schlimmsten Staus auf den Zufahrten zur Halbinsel Hel zu vermeiden. Dies ist insbesondere in der Ferienzeit wichtig, wenn die Züge und Straßen zur Ostseeküste voll ausgelastet sind.

Hel: Woher kommt der Name der Ostseestadt?

Trotz ihres ironischen Spitznamens „Höllenbus“ bringt die Route 666 Passagiere nicht in die Hölle, sondern in die Stadt Hel (buchstabiert mit einem „l“), die an der Spitze der Halbinsel Hel liegt und umgangssprachlich auch als Hel bezeichnet wird. Diese 35 Kilometer lange Sandzunge ist eine der meistbesuchten Attraktionen an der polnischen Ostseeküste.

Der Name hat wenig mit der angelsächsischen Hölle zu tun und leitet sich vielmehr aus altgermanischen Sprachen ab, in denen das Wort „hel“ „Düne“ oder Küstenhügel bedeutete. Auf mittelalterlichen dänischen Karten wurde die Halbinsel inzwischen „Heel“ (Ferse) genannt, vermutlich in Anspielung auf ihre Form.

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