WM-Novum

Nahm Trump Einfluss auf Fifa? US-Sperre aufgehoben


Aktualisiert am 05.07.2026 – 22:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Balogun darf nach seinem Platzverweis wieder spielen. (Quelle: Jeff Chiu/AP/dpa/dpa-bilder)

Die Fifa hebt Folarin Baloguns Rotsperre für das WM-Achtelfinale der USA gegen Belgien auf – ein bislang einmaliger Vorgang bei diesem Turnier. Auch US-Präsident Trump hat wohl seine Finger im Spiel.

Trotz einer Roten Karte im Sechzehntelfinale darf US-Stürmer Folarin Balogun im Achtelfinale der Fußball-WM gegen Belgien auflaufen. Die Fifa hat seine Sperre auf Bewährung ausgesetzt – ein Vorgang, den es bei diesem Turnier bislang noch nicht gegeben hat. Noch unüblicher ist jedoch ein Vorgang, von dem die „New York Times“ berichtet.

Demnach habe US-Präsident Donald Trump bereits am Mittwoch, also direkt nach Abpfiff des Sechzehntelfinals gegen Bosnien (2:0), bei Infantino angerufen, um eine Aufhebung der Sperre zu verlangen. Die „New York Times“ bezieht sich hier auf drei Personen, die von dem Gespräch mitbekommen haben sollen.

Es ist das erste Mal seit 1962, dass die Fifa einen eigentlich gesperrten Spieler freigibt und kein einziges Spiel Sperre abgesessen werden muss. Die Tatsache passt dazu, dass Infantino zuletzt immer wieder versucht hat, die Gunst von Trump zu gewinnen. Erst im vergangenen Jahr hatte die Fifa einen Friedenspreis in die Welt gerufen, eigens um Trump damit auszuzeichnen.

Als Grundlage für die Aufhebung der Sperre dient Artikel 27 des Fifa-Disziplinarreglements. Die Sperre wird für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt. Sollte sich der 25-Jährige in dieser Zeit einen weiteren Verstoß gleicher Art und Schwere leisten, wird die Sanktion vollstreckt.

Belgiens Fußballverband (RBFA) will gegen die aufgehobene Sperre gegen den Amerikaner Folarin Balogun vorgehen. Die RBFA prüfe „derzeit alle möglichen Optionen“, hieß es in einer Stellungnahme bei Instagram. Die Belgier verweisen vor allem auf Artikel 66.4 des Fifa-Disziplinarkatalogs, der eine Kehrtwende wie im Fall Balogun eigentlich verhindert.

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Balogun hatte beim 2:0-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina seinen Gegenspieler Tarik Muharemović in einem Zweikampf hart getroffen. Schiedsrichter Raphael Claus aus Brasilien entschied nach Ansicht der Szene auf Rot. US-Trainer Mauricio Pochettino äußerte sich danach kritisch: „Für mich ist das niemals eine Rote Karte. Das war niemals Absicht.“

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Pochettino kann für das Achtelfinale am Dienstag (2.00 Uhr im Liveticker bei t-online) im Lumen Field in Seattle sein bestes Team aufbieten. Balogun gilt neben Christian Pulisic als wichtigster Offensivspieler der USA. Auch beim Gegner Belgien sind keine Ausfälle absehbar.

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