Historische Regeländerung
Nationalmannschaft mit Comeback nach acht Jahren
29.04.2026 – 15:57 UhrLesedauer: 1 Min.
Schon bald könnte die afghanische Frauen-Nationalmannschaft wieder auf dem Platz stehen. Es wäre ein Comeback nach langer Zeit.
Nach fast acht Jahren Pause kehrt die afghanische Frauen-Nationalmannschaft in den internationalen Fußball zurück. Der Fifa-Rat hat dafür am Dienstag seine Statuten geändert und ermöglicht es dem Weltverband nun, Mannschaften in Ausnahmefällen auch ohne Anerkennung durch den eigenen nationalen Verband zu registrieren.
Bisher schrieben die Fifa-Statuten vor, dass eine Mannschaft nur dann offiziell anerkannt werden kann, wenn auch der jeweilige nationale Verband dies tut. Nach der Rückkehr der Taliban an die Macht im Jahr 2021 war Frauensport verboten worden. Afghanistan hat seit Dezember 2018 kein Pflichtspiel mehr bestritten.
Fifa-Präsident Gianni Infantino äußerte sich zur Regeländerung. Er sprach von einer „wegweisenden Änderung“ und einem „bedeutenden und beispiellosen Schritt“ im internationalen Sport. „Indem wir afghanischen Frauen die Möglichkeit bieten, für ihr Land offizielle Spiele zu bestreiten, setzen wir unsere Grundsätze in die Tat um“, sagte er.
Die ehemalige Kapitänin Khalida Popal bezeichnete die Rückkehr als Zeichen von „Identität, Würde und Hoffnung“. Viele Spielerinnen waren nach der Taliban-Machtübernahme nach Australien, Europa, in die USA oder in den Nahen Osten geflohen. Zuletzt hatte das Flüchtlingsteam „Afghan Women United“ die Vorarbeit geleistet.
Das neu zusammengestellte Team absolviert vom 1. bis zum 9. Juni in Neuseeland ein Trainingslager und trifft dabei auch auf die Cook-Inseln. Die Qualifikation für die Frauen-Weltmeisterschaft 2027 hat bereits begonnen – Afghanistan könnte in der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 einsteigen.










