Unwetter im Westen
„Wir haben Vollalarm hier“: Feuerwehren im Dauereinsatz
Aktualisiert am 30.05.2026 – 06:45 UhrLesedauer: 3 Min.
Ein Unwetter zieht über den Westen Deutschlands hinweg und hinterlässt an vielen Orten Schäden. In Münster muss ein Konzert abgebrochen werden.
In Teilen von Nordrhein-Westfalen und in Bremen hat eine Unwetterfront mit Starkregen und heftigem Wind am Freitagabend Schäden und Bahnchaos ausgelöst. Die meisten Einsätze zählten die Beamten in Osnabrück. 100 Einsätze seien im System der Polizeidirektion angelegt worden, sagte ein Sprecher. Davon seien mehr als Dreiviertel wegen Bäumen, die auf Straßen gestürzt seien. In Garrel im Kreis Cloppenburg musste zudem ein Zeltlager abgebrochen und evakuiert werden. Die 36 Kinder seien von ihren Eltern abgeholt worden.
Besonders betroffen war am Abend Münster: Die Feuerwehr rückte zu Hunderten Einsätzen aus. „Wir haben Vollalarm hier“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur. Zahlreiche Keller liefen voll, außerdem blockierten umgestürzte Bäume einige Straßen.
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Konzert von DJ abgebrochen
Ein Open-Air-Konzert des bekannten deutschen DJs „BUNT.“ nahe der Halle Münsterland musste abgebrochen werden. Zwei Ruderer wurden aus der Werse gerettet. „Sie waren von dem Unwetter überrascht worden und hielten sich in Ufernähe an einem Baum fest“, teilte die Feuerwehr mit.
Über dem Bereich eines Klimacamps in Dortmund zog ein schweres Gewitter auf. Zum Schutz der Teilnehmenden stellten die Feuerwehr und die Stadt Hamm nach Angaben der Dortmunder Polizei einen Bustransfer zu einer Turnhalle für die Aktivisten zur Verfügung.
Auch im Kreis Borken und im Kreis Steinfurt wurden die Feuerwehren vielfach alarmiert. Dort sorgten vor allem überflutete Keller und umgestürzte Bäume für Einsätze. Schwerpunkte lagen laut WDR in Rheine, Neuenkirchen und Emsdetten. In Solingen wurde das Dürpelfest zeitweilig geräumt. Die Veranstalter rechneten mit Sturmböen von bis zu 90 Kilometern pro Stunde. Am Abend konnte die Veranstaltung fortgesetzt werden.
350 Einsatzkräfte im Kreis Soest unterwegs
Bei dem Versuch, eine überflutete Straße zu durchfahren, blieb ein Autofahrer in Witten mit seinem Fahrzeug im Wasser stecken. Er kletterte auf das Fahrzeugdach und wurde dann von der Feuerwehr unverletzt gerettet, wie diese mitteilte. Die Einsatzkräfte waren wegen des Gewitters, aber auch wegen abgeknickter Bäume und Wasser auf Fahrbahnen und in Gebäuden, unterwegs.
Auch im Kreis Warendorf stürzten Bäume um und Keller liefen voll. In der Stadt Warendorf gebe es aktuell rund 20 Einsätze, unter anderem sei ein Blitz in ein ländliches Anwesen eingeschlagen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Es würden aber mehr Einsätze erwartet. Die Leitstelle für den Kreis Warendorf laufe vor Notrufen über.










