15 Jahre lang ignoriert
ADAC-Test zeigt fatalen Sicherheitsfehler bei großen Automarken
18.08.2026 – 10:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit 15 Jahren kennen Autohersteller eine gravierende Sicherheitslücke beim schlüssellosen Zugang. Viele von ihnen ignorieren sie jedoch bis heute.
Schlüssellose Autos sind nach wie vor unsicher. Eine zehnjährige Testreihe des ADAC zeigt, dass Diebe fast die Hälfte der untersuchten Fahrzeuge mit einfachen Mitteln unbefugt öffnen können. Bei jedem dritten Modell können Kriminelle sogar sofort den Motor starten.
Diese Marken versagen im Sicherheitstest
Der Automobilclub hat dafür mehr als 850 Fahrzeuge mit schlüssellosem Zugang (Keyless) getestet. Viele Marken versagten komplett. Die Autohersteller kennen diese Schwachstelle seit mehr als 15 Jahren, tun aber oft nichts dagegen.
- Bei diesen Herstellern schützten höchstens 20 Prozent der getesteten Autos vor den Angriffen: Dacia, Ford, Hyundai, Kia, Lexus, Mazda, Nissan, Peugeot, Polestar, Porsche, Renault, Seat, Toyota und Volvo.
- Bei diesen Herstellern schützte kein einziges Auto vor dem Funk-Angriff: Aiways, Alfa Romeo, Alpine, BYD, Chevrolet, DS Automobiles, Fiat, Honda, Infiniti, Isuzu, Jeep, KGM/SsangYong, Lynk & Co, MG und Opel.
Kriminelle überbrücken Hunderte Meter

Normalerweise erkennt das Fahrzeug den Schlüssel in der Tasche des Fahrers automatisch per Funk. Diese Technik machen sich Diebe zunutze: Sie fangen das Funksignal zwischen Schlüssel und Auto ab und verlängern es mithilfe von Spezialgeräten künstlich. So können sie Entfernungen von mehreren Hundert Metern überbrücken, sogar durch Hausmauern und geschlossene Türen hindurch.
Dabei gibt es eine erprobte Lösung: die Ultra-Wide-Band-Technologie (UWB). Sie blockiert solche Funk-Angriffe. Laut ADAC kostet der Einbau die Hersteller wenig Geld. Dennoch verbauen viele Marken weiterhin den veralteten, anfälligen Standard. Käufern rät der Club, im Autohaus nach UWB zu fragen – oder im Zweifel auf das Funksystem zu verzichten.