Umstrittene Entscheidung
Ein einziger Fifa-Funktionär hob Sperre für US-Stürmer auf
13.07.2026 – 07:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Folarin Balogun sieht im Sechzehntelfinale die Rote Karte. Aber im folgenden Achtelfinale fehlt er der USA nicht gesperrt, sondern darf wegen einer Fifa-Entscheidung spielen. Dazu gibt es neue Details.
Die Aufhebung der Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun bei der Weltmeisterschaft wurde von lediglich einem Fifa-Funktionär entschieden. Das geht aus einem Bericht der „Times“ hervor. Demnach habe ausschließlich Mohammad al-Kamali die Entscheidung getroffen.
Der Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist der Vorsitzende der Disziplinarkommission des Weltverbands, die wiederum für die Entscheidung zuständig war. Balogun hatte im WM-Sechzehntelfinale die Rote Karte gesehen und wäre eigentlich für das folgende Achtelfinale gegen Belgien automatisch gesperrt gewesen.
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Wenige Tage vor dem Spiel setzte die Fifa die Sperre jedoch auf Bewährung für ein Jahr aus – wie nun bekannt wurde, allein aufgrund der Entscheidung von al-Kamali. Dass einzelne Personen der Disziplinarkommission Entscheidungen treffen, ist nicht neu. Laut „Times“ macht das aber hauptsächlich der stellvertretende Vorsitzende Jorge Palacio aus Kolumbien. Außerdem wird bei wichtigen Fällen häufig darauf geachtet, dass wenigstens drei Komiteemitglieder gemeinsam eine Entscheidung treffen.
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Im Falle einer Weltmeisterschaft sollte eigentlich davon ausgegangen werden, dass es sich um einen wichtigen Fall handelt. Zusätzlich ist es ungewöhnlich, dass al-Kamali die Entscheidungen trifft. Wie die „Times“ berichtet habe al-Kamali bei über 100 veröffentlichten Ergebnissen noch nie allein entschieden.
Dieser Vorfall nährt weiter Gerüchte um eine Bevorteilung der USA. Kurz nach der Aufhebung der Sperre hatte US-Präsident Donald Trump selbst zugegeben, Fifa-Präsident Gianni Infantino angerufen zu haben, um eine erneute Prüfung der Sperre zu überprüfen.










