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Politik

Europäer stimmen sich vor Nato-Gipfel ab

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 24, 2026
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Europäer stimmen sich vor Nato-Gipfel ab

E5-Treffen in Berlin

Europäer stimmen sich vor Nato-Gipfel ab

Aktualisiert am 24.06.2026 – 05:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein E5-Treffen auf Spitzenebene gab es zuletzt 2025 – damals mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj. (Archivbild) (Quelle: Ben Stansall/Pool AFP/AP/dpa/dpa-bilder)

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Der G7-Gipfel scheint Europäer und Amerikaner wieder näher zusammengebracht zu haben. Bald steht aber die nächste Bewährungsprobe für die transatlantische Partnerschaft an.

Zwei Wochen vor dem Nato-Gipfel in der Türkei stimmen sich die Staats- und Regierungschefs fünf mächtiger europäischer Mitgliedstaaten in Berlin ab. Bei dem Treffen auf Einladung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird es um die weitere Unterstützung der Ukraine, die Rolle der Europäer bei der Lösung des Iran-Konflikts und die Lastenverteilung zwischen den Nato-Staaten gehen.

Es ist das erste Spitzentreffen der sogenannten E5 seit dem bislang letzten Nato-Gipfel im Juni 2025 in Den Haag. Damals war auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dabei. Die Gruppe besteht aus den vier europäischen G7-Ländern und Polen, das an Russland grenzt und sich als Interessenvertreter der osteuropäischen Staaten versteht.

E3 oder E5?

Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs werden aber bisher von einer kleineren Gruppe, der E3, im Namen der Europäer vorangetrieben. Ihr gehören nur Deutschland, Frankreich und Großbritannien an, was auf Kritik bei Italien und Polen stößt. Das dürfte in Berlin Thema werden.

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk besteht darauf, dass Polen mit am Tisch sitzt. „Polen ist ein absolut unverzichtbares Bindeglied, um ernsthaft über die Zukunft der Ukraine und der Region zu sprechen“, sagte er vor zwei Wochen laut der Nachrichtenagentur PAP.

Wer in Sachen Ukraine für Europa spricht, ist seit einiger Zeit Streitthema. Beim EU-Gipfel in Brüssel sorgte vergangene Woche EU-Ratspräsident António Costa für Aufsehen, weil sein Team unabgesprochen Kontakt zu Russland aufgenommen hatte. Von einigen EU-Staaten wie Irland und Österreich bekam er Unterstützung dafür. Die deutsche Delegation sah die Initiative dagegen als Affront gegen die E3.

Starmer trotz Rücktritts dabei

Neben Tusk, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni reist auch der britische Premierminister Keir Starmer nach Berlin, der seinen Rücktritt angekündigt hat.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird aus Washington zugeschaltet, wo er sich anschließend mit US-Präsident Donald Trump trifft. Die USA erwarten von den Europäern, mehr für die Bündnisverteidigung zu tun. Gleichzeitig sind sie verärgert über aus ihrer Sicht mangelnde Unterstützung der Verbündeten im Iran-Krieg, den die USA im Februar an der Seite Israels begonnen hatten.

Staaten wie Frankreich, Großbritannien und Deutschland wollen das kompensieren, indem sie bei einer anhaltenden Waffenruhe mit Minenjagdbooten und Kriegsschiffen für mehr Sicherheit in der so wichtigen Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman, der Straße von Hormus, sorgen wollen.

Rutte versucht zu beschwichtigen

Rutte versuchte vor seinem Treffen mit Trump, die Wogen zu glätten. „Was die Nato angeht, weiß ich, dass es Enttäuschung gibt, aber wir sollten auch bedenken, dass es sich hierbei um Einzelfälle handelt“, sagte er dem US-Sender Fox News.

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