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Home » Ein Kaffee mit Herrn Siegmund? So lief die MDR-Wahlarena
Politik

Ein Kaffee mit Herrn Siegmund? So lief die MDR-Wahlarena

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 12, 2026
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Ein Kaffee mit Herrn Siegmund? So lief die MDR-Wahlarena

Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt

Ein Kaffee mit Herrn Siegmund? So lief die MDR-Wahlarena

Aktualisiert am 12.08.2026 – 23:02 UhrLesedauer: 4 Min.

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Die Spitzenkandidaten zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stellten sich den Fragen aus dem Publikum. (Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/dpa-bilder)

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In knapp vier Wochen wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag, die AfD liegt weit vorn. Was treibt die Bürgerinnen und Bürger um? Eine Fernsehdebatte macht deutlich, wo der Schuh drückt.

Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten der Parteien in einer Fernsehdebatte einer breiten Palette von Bürgerfragen gestellt – von der Bildung über die Gasversorgung und Migration bis zu Krieg und Frieden. Im Zentrum der MDR-Livesendung „Fakt ist! Wahlarena“ mit 50 Interessierten standen aber viele Sorgen zum Zustand der Demokratie, zur Spaltung der Gesellschaft und der künftigen Rolle der AfD, die in Umfragen mit mehr als 40 Prozent weit vorn liegt.

Die Brandmauer

Der Umgang der übrigen Parteien mit der AfD – für die Wählerinnen und Wähler im Studio ein großes Thema. Silvio aus dem Publikum zählte die AfD zur bürgerlichen Mitte, er fragte CDU-Ministerpräsident Sven Schulze, wozu dann die Brandmauer diene. Der Regierungschef sagte, den Begriff Brandmauer benutze er nicht. „Ich habe nicht vor, mit der AfD hier zusammenzuarbeiten.“ Mit Wählerinnen und Wählern der AfD wolle er aber sehr wohl ins Gespräch kommen, sagte Schulze.

Ein Mann im blauen Hemd zeigte sich erbost, dass mehr als 40 Prozent der Wähler ausgegrenzt würden. CDU und SPD seien für ihn aus diesem Grund nicht mehr wählbar, empörte er sich. SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann konterte: „Die Frage des Umgangs mit der AfD ist eine Frage der Haltung.“

Die Linke Eva von Angern warnte, man solle „dem Opfermythos“ der AfD nicht auf den Leim gehen. Sie erlebe viel Angst an Wahlkampfständen. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund meinte hingegen, er erlebe „ganz viel Aufbruchstimmung“ und positive Reaktionen. Schon waren die ersten 15 Minuten vorbei.

Die Bildung

Gedanken macht den Wählerinnen und Wählern ganz offensichtlich auch die Bildung und der Umgang mit behinderten Kindern in Schulen. Eine Lehrerin aus Wernigerode fragte Siegmund, wie die von der AfD gewünschte Abschaffung der Schulpflicht und der Ersatz durch eine Bildungspflicht die Chancengleichheit wahre. Siegmund sagte, das Lernen zu Hause könne Kindern helfen, die in der Schule extremes Mobbing erführen. Alles in allem seien es nur etwa 30 Familien in Sachsen-Anhalt, für die das infrage komme. Die deutsche Anwesenheitspflicht in Schulen sei im Übrigen international völlig einzigartig. FDP-Kandidatin Lydia Hüskens brach an der Stelle eine Lanze für die Beibehaltung der Schulpflicht, die auch alle übrigen Parteien befürworten.

Auch die Hochschulen und mögliche Aufträge der Rüstungsindustrie waren Thema. BSW-Kandidatin Claudia Wittig nutzte die Gelegenheit, vor den Gefahren der Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland zu warnen. „Wir laden sehr aktiv einen Krieg zu uns nach Hause ein, indem wir zum Beispiel zivile Infrastruktur für militärische Zwecke nutzen“, sagte Wittig. Sie sprach auch von einer Unterfinanzierung von Hochschulen. Das lockte SPD-Kandidat Willingmann aus der Reserve: „Entschuldigung, das ist nun blanker Unsinn.“ Die Hochschulfinanzierung in Sachsen-Anhalt sei sehr solide.

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