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Home » Ebola-Ausbruch in Afrika: Auswärtiges Amt warnt Reisende
Gesundheit

Ebola-Ausbruch in Afrika: Auswärtiges Amt warnt Reisende

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 17, 2026
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Ebola-Ausbruch in Afrika: Auswärtiges Amt warnt Reisende

Unnötige Reisen vermeiden

Auswärtiges Amt warnt wegen Ebola-Ausbruch in Afrika

17.05.2026 – 14:53 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Helfer in Schutzkleidung: Das Ebola-Virus verbreitet sich sehr schnell über Körperflüssigkeit. (Quelle: IMAGO/Xinhua/imago-images-bilder)

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Mehr als 80 Menschen sind bereits gestorben, Hunderte weitere könnten infiziert sein: In der Demokratischen Republik Kongo breitet sich eine seltene Ebola-Variante aus. Nun reagiert auch das Auswärtige Amt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen eines Ebola-Ausbruchs im Kongo und in Uganda ihre zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. Die Behörde spricht von einer „gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite“. Grund dafür ist die schnelle Ausbreitung einer seltenen Variante des Virus, der sogenannten Bundibugyo-Variante, gegen die es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt.

Auswärtiges Amt warnt deutsche Reisende

Besonders betroffen ist die Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Dort kämpfen seit Jahren bewaffnete Gruppen gegeneinander. Das erschwert die medizinische Versorgung zusätzlich. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (CDC Afrika) starben dort bereits 88 Menschen, bei denen die seltene Ebola-Variante vermutet wird. Insgesamt registrierten die Behörden fast 336 Verdachtsfälle. Die tatsächliche Zahl könnte laut WHO deutlich höher liegen.

Auch Uganda meldete inzwischen einen Todesfall. Wegen des regen Grenzverkehrs zwischen beiden Ländern warnt das Auswärtige Amt vor unnötigen Reisen in die Gegend. Deutsche Staatsbürger in Uganda sollen deshalb Menschenmengen meiden und möglichst keine Krankenhäuser oder Gesundheitseinrichtungen besuchen. Zudem rät das Ministerium davon ab, Wildtierprodukte zu essen. Für große Teile des Kongo gilt bereits eine Reisewarnung.

Medizinische Versorgung ist schwierig

Hilfsorganisationen bereiten sich derweil auf einen größeren Einsatz vor. „Die Zahl der Infektions- und Todesfälle, die wir innerhalb so kurzer Zeit beobachten, sowie die Ausbreitung über mehrere Gesundheitsbezirke und nun auch über die Grenze hinweg sind äußerst besorgniserregend“, sagte Trish Newport von Ärzte ohne Grenzen. Die Organisation plane eine groß angelegte Hilfsaktion.

Doch die Hilfe gestaltet sich schwierig. Viele betroffene Gebiete liegen abgelegen, Straßen fehlen oft. Der Transport von Medikamenten und medizinischer Ausrüstung dauert deshalb lange. Hinzu kommt die angespannte Sicherheitslage durch bewaffnete Konflikte.

WHO: Keine Pandemie – aber große Sorge

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte zwar, dass die Kriterien für eine Pandemie derzeit noch nicht erfüllt seien. Trotzdem beobachten Experten die Entwicklung mit großer Sorge. Denn gegen die Bundibugyo-Variante gibt es bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine gezielte Behandlung.

Der kongolesische Gesundheitsminister Samuel-Roger Kamba warnte zudem vor der hohen Sterblichkeit. Bis zu jeder zweite Infizierte könne sterben. Ebola gehört zu den gefährlichsten Viruskrankheiten weltweit. Erkrankte leiden oft zunächst unter Fieber, Muskelschmerzen und Durchfall. Später können innere Blutungen und Organversagen hinzukommen.

Der erste bestätigte Patient war nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein Krankenpfleger aus der Provinzhauptstadt Bunia. Er hatte sich bereits Ende April mit typischen Symptomen in einer Klinik gemeldet. Inzwischen bestätigten die Behörden auch einen Fall in der Millionenstadt Goma. Die Stadt liegt nahe der Grenze zu Ruanda und wird teilweise von der Rebellenmiliz M23 kontrolliert.

„Seit zwei Wochen sehen wir, wie Menschen sterben“

Wie dramatisch die Lage vor Ort ist, schilderte der Vertreter einer örtlichen Bürgerinitiative, Isaac Nyakulinda. „Seit zwei Wochen sehen wir, wie Menschen sterben“, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Viele Erkrankte würden zu Hause sterben, weil es kaum Möglichkeiten zur Isolation gebe.

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