Windstärke 12 erwartet

Behörde warnt vor Starkregen und Sturm in Norddeutschland

30.07.2026 – 02:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Wasser der Nordsee drückt bei Sturm auf den Fährhafen Dagebüll (Archivbild): Der DWD warnt für Hamburg und Umgebung gleich mehrfach. (Quelle: Bodo Marks/dpa)

Erst sengende Hitze, dann ziehen plötzlich schwere Gewitter auf. Der Wetterdienst warnt vor einer Gefahr, die viele unterschätzen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Hamburg am Donnerstag gleich zwei Warnungen in seinem System aktiv hinterlegt: Zunächst gilt noch bis 19 Uhr eine amtliche Warnung vor Hitze in der Hansestadt. Diese Warnung besteht bereits seit Mittwochvormittag. Ebenso rechnen die Meteorologen mit einer Unwetterlage.

Nach DWD-Angaben wird für Donnerstag eine starke Wärmebelastung erwartet, die vor allem alte und pflegebedürftige Menschen stark belasten kann. Verschärft werde die Situation durch eine verringerte nächtliche Abkühlung, besonders im dicht bebauten Stadtgebiet Hamburgs. Der Wetterdienst rät dazu, die Hitze nach Möglichkeit zu meiden, ausreichend zu trinken und Innenräume kühl zu halten. Laut wetter.com sind am Donnerstag in Hamburg Höchstwerte von bis zu 36 Grad möglich, anfühlen könnte es sich sogar wie 39 Grad, heißt es.

Behörde warnt in Hamburg vor Orkanböen und Starkregen

Parallel dazu hat der DWD eine Vorabinformation vor Unwetter herausgegeben, die von 19 bis 23 Uhr gilt. Von Südwesten sollen demnach gebietsweise schwere Gewitter durchziehen. Der Wetterdienst warnt vor schweren Sturmböen bis 100 km/h, örtlich seien auch Orkanböen bis 120 km/h möglich. Hinzu kämen Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit sowie Hagel mit Korngrößen um zwei Zentimeter.

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Der allgemeine Schwerpunkt der Gewitteraktivität werde südlich des Kanals sowie im Raum Hamburg erwartet, heißt es dazu im Warnlagenbericht des DWD für Hamburg und Schleswig-Holstein. In der Nacht zum Freitag sollen die Gewitter abschwächen und Richtung Ostsee abziehen.

Unwetter in Hamburg: Starkregen bis 30 Liter pro Quadratmeter

Ursache für die Wetterumstellung ist laut DWD ein Hoch mit Zentrum über Südosteuropa, das zunächst für ruhiges Sommerwetter mit einer südlichen Strömung sehr warmer bis heißer Luft gesorgt hatte. Am Donnerstag greifen nun die Ausläufer eines Tiefs über der Norwegischen See auf Norddeutschland über. Auch abseits der eigentlichen Gewitter sind ab Donnerstagnachmittag und -abend gebietsweise Windböen um 55 km/h möglich, vorübergehend auch Sturmböen oder einzelne schwere Sturmböen.

Für Freitag rechnet der DWD im späteren Tagesverlauf, vor allem im Südosten des Bundeslandes, erneut mit Gewittern. Diese könnten Sturmböen bis 80 km/h und Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde sowie Hagel mit sich bringen, lokal sei auch hier eine Unwetterlage mit heftigem Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde möglich. Teilweise könnten die Gewitter bis in die Nacht zum Samstag anhalten. Die Temperaturen sinken laut wetter.com am Freitag auf Werte um 24 Grad und bleiben auch am Samstag bei überwiegend sonnigem Wetter auf diesem Niveau.

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