AfD-Erfolg im Osten
Höhner-Sänger schaltet sich in Debatte ein
07.09.2026 – 12:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt erschüttert viele im Rheinland: Auch Höhner-Sänger Patrick Lück meldet sich zu Wort – auch auf seinen Konzerten.
Angesichts des Wahlerfolgs der AfD in Sachsen-Anhalt hat sich Patrick Lück, Frontman der Kölner Band Höhner, besorgt geäußert.
Lück sagte mit Blick auf das Abschneiden der Partei, die der Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem einstuft: „Es ist nicht mehr fünf vor zwölf, der Zeiger zittert schon in Richtung zwölf. Bei den Höhnern sind wir uns einig, dass wir für Demokratie, Freiheit und Toleranz in diesen Zeiten einstehen müssen.“
Auch bei den großen Konzerten der Höhner am Wochenende, dem Jeck am See und der Kölschen Nacht in Hürth, hatte sich Lück vor jeweils mehreren Tausend Zuschauern entsprechend geäußert. Neu sei ein solches Statement im Übrigen nicht, so Lück, zur Kölner Lokalredaktion von t-online: „Die Höhner stehen schon seit 54 Jahren für diese Werte ein – sie werden auch in einigen unserer Lieder thematisiert.“
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Der Höhner-Star meint mit Blick auf die aktuelle politische Stimmung im Land: Viele suchten heute über die Sozialen Medien nach politischer Aufklärung. Lück warnt aber: „Es ist ganz wichtig, dass man da alles hinterfragt und sich die Sachen im Detail anschaut.“
Höhner-Sänger Patrick Lück erinnert an Margot Friedländer
Dabei sei der Blick in die Vergangenheit des Nationalsozialismus sehr lehrreich, so Lück weiter: „In meiner Schulzeit war die Aufklärung über die damalige Zeit ganz klar und rigoros – ohne uns ein schlechtes Gewissen zu machen. Der Sänger erinnerte auch an ein Zitat von Margot Friedländer: Die Holocaust-Überlebende hatte einmal gesagt: „Was war, können wir nicht mehr ändern, aber es darf nie wieder geschehen.“
Friedländers Mahnung an die nächste Generation ist für Lück dabei auch ein Ansporn: „Die Zeitzeugen des Holocausts gibt es langsam nicht mehr und deswegen sind wir auch in der Pflicht, weiter aufzuklären und mit allen Mitteln zu verhindern, dass wir nicht wieder dahinkommen, wo wir vor langer, langer Zeit einmal waren.“
Natürlich könne man die aktuelle Bundesregierung auch kritisieren, so Lück: „Das gehört zur Demokratie dazu. Aber nur weil man mit der Politik unzufrieden ist, sollte man eine in Teilen rechtsextreme Partei nicht wählen.“