Bundesweiter Aktionstag
Heute Mahnmal: Besuch ehemaliger Hinrichtungsstätte möglich
07.09.2026 – 10:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Kloster, eine Kapelle, eine Burg und eine Gedenkstätte: Am kommenden Sonntag präsentieren sich in Braunschweig viele Denkmäler und erzählen ihre Geschichte.
Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung, die einmal jährlich in Deutschland stattfindet. Am zweiten Sonntag im September öffnen bundesweit mehr als 6.500 Denkmäler ihre Türen für Besucher. In Braunschweig sind in diesem Jahr neben Klassikern wie der Roggenmühle im Stadtteil Lehndorf auch die Klosterkirche Riddagshausen, die Burg der Schlaraffia Brunsviga oder die Gedenkstätte Buchholz dabei.
- Einzigartiger Harz-Stollen: Unter dieser Brücke geht es 261 Meter in die Tiefe
- Ausflug ab Braunschweig: Wandern im Harz geht jetzt bis tief in die Nacht
Am 13. September öffnet die Burg der Schlaraffia Brunsviga ihre Türen: Von 11 bis 15 Uhr werden Führungen durch das historische Gebäude angeboten. Wer dabei sein möchte, muss sich bis zum 11. September über die Vereinswebsite anmelden.
Hier entstanden das Lessing-Denkmal und das Reiterstandbilder
Das Haus, im Volksmund auch Okerburg genannt, blickt auf eine lange Geschichte zurück: Von 1853 bis 1906 betrieb der weithin bekannte Erzgießer und Bildhauer Georg Howaldt hier seine Werkstatt. In ihr entstanden unter anderem das Lessing-Denkmal sowie die Reiterstandbilder vor dem Braunschweiger Schloss. Seit 1912 nutzt der Verein Schlaraffia Brunsviga das Gebäude als seinen Sitz – und hat die Innenräume zu einem Rittersaal ausgebaut, heißt es auf der Seite zum „Tag des offenen Denkmals“.
Eine Führung zur Gedenkstätte Buchhorst steht ebenfalls auf dem Programm. Der militärische Schießübungsplatz in der Braunschweiger Buchhorst wurde 1876 für die Garnison Braunschweig errichtet und war bis 1962 in Betrieb. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden im nördlichsten der noch erhaltenen Kugelfänge des Schießstandes mindestens 26 Soldaten und Zivilisten hingerichtet. Seit 2022 erinnert eine Informationsstele an die Geschichte des Ortes als Hinrichtungsstätte und an das Schicksal der Opfer.
Treffpunkt für die Teilnehmer ist der Parkplatz des Hotel Aquarius. Um 14 Uhr geht es Richtung Gedenkstätte los. Die Verantwortlichen haben für den Besuch 90 Minuten angesetzt.
