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Home » DVAG und Generali starten Rentenkampagne
Wirtschaft

DVAG und Generali starten Rentenkampagne

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 14, 2026
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Zum Start der neuen Altersvorsorge

DVAG und Generali starten Rentenkampagne


14.09.2026 – 13:26 UhrLesedauer: 4 Min.

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Rentnerpaar sichtet Unterlagen (Symbolbild): Die Reform der Altersvorsorge bringt neue Wahlmöglichkeiten. (Quelle: stockphotodirectors/getty-images-bilder)

Wer fürs Alter vorsorgen will, bekommt ab 2027 neue Möglichkeiten. Nun positionieren sich zwei weitere Anbieter im Wettbewerb um Sparer.

Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) und Generali Deutschland bringen sich vor dem Start der neuen staatlich geförderten privaten Altersvorsorge in Stellung. Mit der bundesweiten Kampagne „Deutschland macht Rente“ wollen die beiden Unternehmen Verbraucher auf die Reform ab 2027 aufmerksam machen und für persönliche Beratung werben. Konkrete Konditionen zu künftigen Altersvorsorgeprodukten nennen sie bislang nicht.

Auf der Kampagnenplattform erhalten Interessierte Informationen zur privaten Altersvorsorge und können eine Beratung durch einen Vermögensberater der DVAG anfragen. Damit ist die Seite nicht nur ein Informationsangebot, sondern auch ein Vertriebsinstrument. Die DVAG arbeitet eng mit der Generali zusammen; im Mittelpunkt stehen daher Altersvorsorgelösungen dieses Anbieters.

Produktkosten enthalten auch Provision

Die Beratung wird auf der Webseite als kostenlos beschrieben. Zugleich weist die Kampagnenseite darauf hin, dass bei Abschluss eines Finanz- oder Versicherungsprodukts eine Provision anfällt, die bereits in den Produktkosten enthalten ist. Für Verbraucher bedeutet das: Sie zahlen die Beratung nicht direkt per Rechnung, die Vergütung kann aber über Abschluss- und laufende Produktkosten finanziert werden.

DVAG und Generali begründen die Kampagne mit dem steigenden Vorsorgebedarf in Deutschland. Die gesetzliche Rente allein werde für viele Menschen nicht reichen, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Nach eigenen Angaben betreuen beide Unternehmen in der staatlich geförderten Vorsorge rund 1,4 Millionen Kundinnen und Kunden.

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DVAG und Generali sehen steigenden Beratungsbedarf

Die Unternehmen argumentieren, dass die Reform der privaten Altersvorsorge mehr Wahlmöglichkeiten schaffe, weswegen auch mehr Beratungsbedarf bestehe. Künftig können Sparer stärker zwischen renditeorientierten Depotlösungen, Garantieprodukten, Auszahlplänen und lebenslangen Renten wählen.

Beratung ist allerdings nicht automatisch unabhängig. Laut Verbraucherschützern besteht bei provisionsvergüteter Beratung immer auch das Risiko, dass Produkte mit höheren Vergütungen stärker in den Vordergrund rücken. Sie raten deshalb, vor einem Abschluss nicht nur auf eine Empfehlung zu vertrauen, sondern Kosten, Anlagestrategie und Auszahlbedingungen verschiedener Anbieter zu vergleichen. Das ist besonders wichtig, weil hohe Kosten die Rendite über Jahrzehnte erheblich schmälern können.

Was sich ab 2027 ändert

Hintergrund der Kampagne ist die Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge. Ab dem 1. Januar 2027 können neue Riester-Verträge nicht mehr abgeschlossen werden. Bestehende Riester-Verträge bleiben erhalten.

Kern der Reform ist das neue Altersvorsorgedepot. Sparer können dort staatlich gefördert in Fonds und ETFs investieren. Anders als bei klassischen Riester-Verträgen ist keine Beitragsgarantie mehr vorgeschrieben. Dadurch kann mehr Geld in Aktienfonds fließen. Das erhöht langfristig die Renditechancen, bedeutet aber auch, dass Sparer Schwankungen des Depotwerts aushalten müssen.

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