Ab 25. August verfügbar

Drogeriekette integriert Wero in ihren Onlineshop


Aktualisiert am 20.08.2026 – 16:00 UhrLesedauer: 2 Min.

dm-Logo: Die Drogeriekette setzt beim Bezahlen auf die europäische Lösung Wero. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Alina Kandybka/imago)

Kreditkarte, PayPal oder Klarna bekommen bei dm neue Konkurrenz. Der Händler wird künftig die Bezahloption Wero anbieten, die viele Deutsche noch gar nicht kennen.

Nach Berichten der „Lebensmittel Zeitung“ und des „Manager Magazin“ setzt die Drogeriekette dm künftig auf eine neue Bezahlmethode. Ab dem 25. August sollen die im Onlineshop bereits verfügbaren Zahlarten Kreditkarte, Klarna, Apple Pay und PayPal um Wero ergänzt werden.

Martin Dallmeier, Finanzchef bei dm, sagte dem „Manager Magazin“: „Wir glauben, dass Wero ein relevantes Zahlungsmittel werden kann. Deshalb wollen wir als einer der Ersten dabei sein.“ Aktuell teste das Unternehmen, ob alles funktioniere.

Zunächst beschränkt sich der Start auf den dm-Onlineshop. Verläuft die Testphase dort erfolgreich, will dm die europäische Konto-zu-Konto-Zahlung künftig auch im stationären Handel anbieten.

Mit einem Fingertipp direkt vom Konto bezahlen

Nachdem der Discounter Lidl bereits im Juli Wero in seinen Onlineshop integriert hat, ist dm der nächste reichweitenstarke Einzelhändler, der dem europäischen Zahlungsdienst den Sprung in den Massenmarkt ermöglicht.

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Mit Wero können Kunden Einkäufe direkt aus ihrer Bankumgebung heraus bezahlen. Dafür genügt Wero zufolge ein Fingertipp auf das Smartphone. Die Konto-zu-Konto-Zahlung schließt Wero innerhalb weniger Sekunden ab. Das soll den Online-Einkauf einfacher, sicherer und schneller machen.

Wero soll Europas Position beim Bezahlen stärken

Hinter Wero steht die European Payment Initiative, kurz EPI. 18 europäische Banken und Zahlungsdienstleister unterstützen die Initiative. In Deutschland beteiligen sich bislang unter anderem die Sparkassen, die Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Deutsche Bank und die ING als größte hiesige Direktbank.

Auf Dauer will die EPI Wero nach eigenen Angaben zur beliebtesten Bezahlplattform Europas ausbauen. Derzeit erreicht der Dienst laut EPI mehr als 57 Millionen Nutzer in Europa. Mit Wero wollen europäische Banken und Unternehmen die Auswahl an Bezahloptionen erweitern und zugleich die europäische Zahlungssouveränität gegenüber US-Anbietern wie PayPal, Google Pay oder Visa stärken.

Bis Wero tatsächlich im Alltag vieler Menschen ankommen wird, ist es allerdings noch ein weiter Weg. Einer repräsentativen Umfrage von Verivox zufolge ist der Bezahldienst auch zwei Jahre nach seiner Markteinführung einer deutlichen Mehrheit der Bevölkerung unbekannt.

Zwar stieg die Bekanntheit im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozentpunkte. Dennoch wissen noch immer 61 Prozent der Deutschen nicht, worum es sich bei Wero handelt. Nur knapp sieben Prozent der Befragten haben den Bezahldienst bislang für Geldtransfers oder Online-Einkäufe genutzt.

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