Autoklub mit klarer Empfehlung
ADAC rät von dieser Spritsorte ab
Aktualisiert am 18.06.2026 – 08:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Wer diese Spritsorte tankt, zahlt ohne Grund drauf. Der ADAC rät zum Wechsel. Und nennt die beste Spar-Uhrzeit.
Wer beim Tanken sparen und die Umwelt schonen will, sollte an der Zapfsäule genau hinschauen. Der ADAC empfiehlt Autofahrern ausdrücklich den Griff zur günstigeren Alternative Das klassische Super E5 hingegen lohnt sich meistens finanziell nicht.
Fast alle Autos mit Ottomotor vertragen den Kraftstoff Super E10 problemlos. Deshalb verweisen die Kraftstoffexperten des ADAC auf die zögerliche Nutzung in Deutschland. Es erschließe sich nicht, warum der Biokraftstoff so wenig getankt wird. Eigentlich müsste Super E10 einen Marktanteil von über 90 Prozent beim Benzin haben. Doch die unbegründete Angst vor Motorschäden hält sich hartnäckig.
Die einfache Spar-Rechnung
Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) vertragen 99 Prozent aller deutschen Benziner den E10-Kraftstoff ohne Einschränkungen. Zwar enthält E10 mehr Bioethanol, weshalb der Energiegehalt pro Liter minimal sinkt und der Verbrauch leicht steigt.
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Das rechnet sich an der Kasse jedoch fast immer: Schon bei einem Preisunterschied von drei Cent pro Liter lohnt sich der Griff zum Öko-Sprit. Und in der Realität liegt die Differenz an den Anzeigetafeln meist bei sechs Cent. Deshalb gilt: Wer zu E5 greift, zahlt bei jedem Tankstopp ohne technischen Grund drauf.
Die Preisfalle zur Mittagszeit
Nicht nur der falsche Sprit, auch die falsche Uhrzeit treibt die Kosten nach oben. Eine Auswertung von mehr als 14.000 Tankstellen zeigt extreme Preissprünge innerhalb eines Tages. Bei Super E10 liegt der Unterschied zwischen dem teuersten und günstigsten Moment im Schnitt bei fast 15 Cent je Liter, bei Diesel sogar bei über 18 Cent. Wer zum richtigen Zeitpunkt hinfährt, spart bei einer 50-Liter-Füllung mehrere Euro.
Hinter diesen Ausschlägen steckt eine staatliche Preisregel, das sogenannte Österreich-Modell. Seit dessen Einführung dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch ein einziges Mal am Tag erhöhen: pünktlich um 12 Uhr mittags. Danach sind bis zum nächsten Tag nur noch Preissenkungen oder gleichbleibende Tarife erlaubt.
Wann Tanken am günstigsten ist
Auf diese starre Vorgabe zur Mittagszeit reagieren die Mineralölkonzerne mit massiven Risikoaufschlägen. Laut ADAC lassen sich die Preissprünge exakt um 12 Uhr nicht durch den Rohölpreis erklären. Am günstigsten ist das Tanken laut dem Verkehrsclub meist am späten Nachmittag. Nach dem großen Sprung um 12 Uhr sinken die Preise kontinuierlich. Bereits ab 17:30 Uhr liegen die Preise wieder unter dem Tagesdurchschnitt. Billig ist das Tanken dann noch immer nicht. Aber immerhin etwas weniger teuer.











