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Die Polizei in Griechenland teilte am Freitag mit, sie habe drei Personen im Zusammenhang mit Angriffen auf Politiker der Regierungspartei Anfang des Monats festgenommen, bei denen eine Frau bei einer Autoexplosion getötet wurde.
„Drei Personen wurden von der Anti-Terror-Polizei in Thessaloniki und auf der Insel Kreta festgenommen“, teilte die Polizei in einer Erklärung mit.
Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei den Festgenommenen um einen 29-jährigen Mann in Thessaloniki und eine 26-jährige Frau auf der Südinsel Kreta, weil sie verdächtigt wurden, an dem Bombenanschlag beteiligt gewesen zu sein. Ein weiterer Mann wurde wegen des Verdachts festgenommen, die beiden in seiner Wohnung versteckt zu haben.
Bei den Anschlägen im Morgengrauen am 1. Juli in der nördlichen Stadt Thessaloniki wurden die Häuser und Fahrzeuge von drei Politikern der griechischen Regierungspartei Nea Dimokratia mit selbstgebautem Gaskanistersprengstoff gezielt.
Die Mutter der ehemaligen Parteikandidatin Afroditi Nestora starb an den Folgen einer Explosion, offenbar beim Versuch, das Feuer zu löschen. Bei dem Angriff wurden auch Nestora, ihr Vater und zwei weitere Personen verletzt.
Vier Fahrzeuge in der Garage von Nestoras Haus seien verbrannt, teilte die Polizei mit.
Griechische Medien identifizierten die beiden anderen Ziele als den Vorsitzenden des örtlichen Exekutivkomitees der Partei, Zisis Ioakimovic, und den ehemaligen Abgeordneten Savvas Anastasiades.
„Einen Tag nach der Beerdigung von Vagia Nestora ehrt der Staat ihr Andenken, indem er, wie wir es versprochen hatten, die Terroristen vor Gericht führt“, sagte Premierminister Kyriakos Mitsotakis, der auch Vorsitzender der Neuen Demokratie ist, im Parlament.
„Es ist die Antwort der Demokratie auf Gewalt. Die einzige Antwort der Demokratie auf Gewalt.“
Die improvisierten Sprengstoffe seien aus kleinen Butankanistern hergestellt worden, teilte die Polizei mit, und die Angriffe seien offenbar von denselben Leuten verübt worden.
Griechische Medien identifizierten die Festgenommenen am Freitag als junge, der Polizei bekannte Anti-Establishment-Persönlichkeiten.
Regierungssprecher Pavlos Marinakis sagte, die Angriffe hätten innerhalb von 15 Minuten stattgefunden.
In Griechenland gibt es eine lange Geschichte politisch motivierter Gewalt, die bis in die 1970er Jahre zurückreicht. Dabei verübten inländische extremistische Gruppen kleinere Bombenanschläge, die sich meist gegen Machtsymbole oder das Eigentum von Politikern, Polizisten oder anderen Autoritätspersonen richteten.
Viele verwenden primitive Sprengkörper, oft aus Campinggaskanistern, die meist Schaden anrichten, aber keine Verletzungen verursachen.
Während die in den 1980er und 1990er Jahren aktivsten Gruppen aufgelöst wurden, sind neue entstanden.
Zusätzliche Quellen • AP, AFP
