Wieder blamiert sich die deutsche Nationalmannschaft bei einer WM – zum dritten Mal in Folge. Das muss Konsequenzen haben.

Es ist ein Trauerspiel. Kinder, die nach 2014 geboren wurden, haben die deutsche Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften bisher nur krachend scheitern sehen. WM 2018: Vorrundenaus. WM 2022: Vorrundenaus. WM 2026: Aus im neu eingeführten Sechszehntelfinale. Eine Blamage reiht sich an die nächste. Der deutsche Fußball ist einmal mehr ein Trümmerhaufen – und das muss Konsequenzen haben.

Deswegen ist klar: Julian Nagelsmann muss gehen. Deutschland braucht einen neuen Bundestrainer. Anders als bei den letzten zwei WM-Pleiten, als erst Jogi Löw und danach Hansi Flick nach den Pleiten weiter wurschteln durften, muss der DFB dieses Mal sofort (!) handeln. Kein Weiter-so! Kein: Ja, aber er hat es doch versucht. Schluss.

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„Der Trainer ist die ärmste Sau“, heißt es immer so schön. Natürlich ist es vermeintlich leichter ihn zu entlassen, statt die gesamte Mannschaft. Trotzdem gibt es genügend Gründe, warum Nagelsmann nicht mehr der richtige Mann für den wichtigsten Posten im deutschen Fußball ist. Denn der Trainer ist auch eins: verantwortlich für die Mannschaft. Er stellt die Spieler auf, muss sie motivieren, muss seinen Stars den richtigen Weg vorgeben.

Nagelsmann dagegen handelte sich mit der Rückholaktion von Torwart Manuel Neuer eine unnötige Diskussion ein, demontierte dadurch Oliver Baumann, der als starker Rückhalt großen Anteil an der WM-Qualifikation hatte. Er verscherzte es sich durch eine katastrophale Kommunikation mit Spielern wie Deniz Undav und Nick Woltemade. Ganz abgesehen davon, dass er sich beratungsresistent zeigte und regelmäßig beleidigt reagierte, wenn er denn mal auf Fehler oder Verbesserungsvorschläge hingewiesen wurde.

Jürgen Klopp auf dem Weg zum Bundestrainer?

Einen Nachfolger müsste der DFB zudem nicht lange suchen, er ist schon da: der unvermeidbare Jürgen Klopp. Der Schattenbundestrainer seit Jahren. Jetzt muss er übernehmen. Klopp ist ein Sympathieträger, egal, welche Mannschaft er bisher trainiert hat: Er hat sie besser gemacht und immer die Herzen der Menschen gewonnen. Und genau darum geht es jetzt.

Er selbst wollte zwar nach dem Aus gegen Paraguay erst mal nichts von einer neuerlichen Nachfolge-Debatte wissen. Vor dem ersten DFB-Spiel bei der WM hatten Ex-Nationalspieler Thomas Müller und Klopp ihre Wunschaufstellung bei MagentaTV präsentiert. Klopp merkte an, „noch“ stelle ja Nagelsmann die Mannschaft auf, er wiederholte: „noch“. Erst gab es großes Gelächter, später entschuldigte er sich bei Julian Nagelsmann. Klopp wusste aber wahrscheinlich da schon: Muss Nagelsmann gehen, wird er übernehmen müssen.

Genau so ist es nun: Jürgen Klopp, übernehmen Sie! Schenken Sie den Kindern und allen anderen Fußballfans Hoffnung auf bessere Fußballzeiten.

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