Nach Steuerskandal

Johann Lafer spricht über seine finanzielle Situation


31.07.2026 – 14:08 UhrLesedauer: 2 Min.

TV-Koch Johann Lafer: Er wurde 2016 wegen Steuerhinterziehung verurteilt. (Quelle: IMAGO/STEFAN_SCHMIDBAUER)

Johann Lafer kämpft derzeit gegen seine Krebserkrankung. Nun erzählt er, warum er trotz der Diagnose weiterarbeitet – und spricht über seine Finanzen.

2014 stellte eine ehemalige Haushälterin Anzeige gegen Johann Lafer und brachte damit umfassende Ermittlungen in Gang. Zwei Jahre später wurde der Starkoch unter anderem wegen Steuerhinterziehung rechtskräftig verurteilt. Er bekam eine einjährige Freiheitsstrafe und eine hohe Geldstrafe. Der Imageschaden war enorm.

Seit einigen Wochen sorgt Johann Lafer mit einem ganz anderen Thema erneut für Gesprächsstoff: Ende Mai machte er seine Krebserkrankung öffentlich. Die Diagnose Lymphdrüsenkrebs hatte er bereits im Januar 2024 erhalten und seitdem stark abgenommen. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ spricht der 68-Jährige nun über den Verlauf seiner Behandlung – und gibt Einblicke in seine finanzielle Lage.

Johann Lafer und Silvia Lafer: Sie sind seit 1990 verheiratet. (Quelle: IMAGO)

„Sie wissen ja selbst, was bei mir ab 2014 los war. Ich war am Boden“, sagt er. Angesprochen auf die Steuerhinterziehung, ergänzt er: „Mir ist es gelungen, aus diesem dunklen Loch wieder herauszukommen, aber das war nicht ohne. Sich all dem finanziell, familiär, charakterlich und imagemäßig zu stellen und nicht aufzugeben in dieser Situation.“

Ganz „herausgestrampelt“, habe sich nicht. „Ich bin immer noch mittendrin! Die Dramatik, die dahintersteckt, auch persönlich, ist mit meiner Diagnose ja doppelt schwer.“

Frieden schaffen für die Kinder

Ob er denn seine Schulden bis heute abbezahle? „Wer möchte nicht Frieden schaffen für seine Familie, die Kinder, damit man gut schlafen kann nachts?“, sagt er. „Ich hoffe, dass die Menschen verstehen, dass Johann Lafer nicht größenwahnsinnig ist, sondern dass ich mich in einer Situation befinde, in der ich nicht aufgeben möchte und kann.“

Johann Lafer hat bereits mehrere Zyklen Chemotherapie hinter sich. „Es ist sehr anstrengend, aber ich bin zuversichtlich“, berichtet er. Ans Aufhören hat er nicht gedacht. „Ich wollte gerne weiterarbeiten und kann es auch.“ Deswegen habe er „so gut wie keine Termine abgesagt“. Er ist sich sicher: „Die Arbeit tut mir gut. Aber ich versuche auch zu lernen, auf meinen Körper zu hören und mal Verantwortung abzugeben.“

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