Hamburger Kunststück: Das gelang zuletzt 2016
HSV verpasst Freiburg nach Europa-Party einen Dämpfer
Aktualisiert am 10.05.2026 – 17:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Drei Tage nach dem Einzug ins Finale der Europa League enttäuscht Freiburg in der Bundesliga. Der HSV freut sich unterdessen über ein selten gewordenes Kunststück.
Im ersten von drei Bundesliga-Spielen an diesem Sonntag hat sich der Hamburger SV vor heimischer Kulisse mit 3:2 (1:1) gegen den SC Freiburg durchgesetzt. Bakery Jatta brachte die Hanseaten zunächst in Führung (14. Minute), Igor Matanović glich aber im direkten Gegenzug aus (16.). Nach dem Seitenwechsel trafen Luka Vušković (65.) und Fabio Baldé (67.) zum HSV-Sieg. Der zweite Treffer von Matanović (87.) kam zu spät.
Die Freiburger haben damit eine Vorentscheidung im Kampf um den siebten Platz, der zur Teilnahme an den Europa-Conference-League-Play-offs qualifiziert, verpasst. Sie bleiben zwar Siebter, stehen aber nur einen Punkt vor Eintracht Frankfurt und dem FC Augsburg. Der HSV wiederum ist durch den Erfolg auf den elften Rang gesprungen. Der Klassenerhalt hatte schon vor Spielbeginn festgestanden, durch den Heimsieg ist nun aber auch klar: Der HSV wird die Saison definitiv vor den beiden Rivalen St. Pauli und Werder Bremen beenden. Das gab es zuletzt vor zehn Jahren.
Die HSV-Spieler wärmten sich mit Blick auf das Hamburger Olympia-Referendum am 31. Mai in speziellen Shirts mit der Aufschrift „Hamburg kann große Spiele“ auf. Ein großes Spiel wurde es nicht – weder vom HSV noch vom SC Freiburg. Unterhaltsam war es dennoch. Die Gäste machten zunächst Druck. In dieser Phase erwies sich Vušković einmal mehr als Fels in der Hamburger Deckung und verhinderte fast allein klare Chancen für die Freiburger.
Die Führung der Gastgeber fiel ein wenig überraschend. Jatta (14.) erzielte aus kurzer Entfernung sein erstes Bundesliga-Tor. Die Freude der Hamburger währte nicht lange. Zwei Minuten nach Jattas Treffer glich Matanović mit seinem neunten Saisontor aus. Was folgte: ein offenes Spiel mit Offensivaktionen auf beiden Seiten. Das Bemühen nach Struktur war bei beiden Mannschaften spürbar. Die gefährlichste Szene besaß HSV-Kreativkraft Fabio Vieira (19.), der mit einem Pfostenschuss Pech hatte.
