Erstmals in der modernen Geschichte der Royals
König Charles III. will seine privaten Steuern offenlegen
Aktualisiert am 21.06.2026 – 12:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Als Monarch muss Charles keine Rechenschaft über seine Steuern geben. Doch nun soll es mehr Transparenz geben.
Überraschende Nachricht aus dem britischen Königshaus: König Charles III. will seine private Steuererklärung öffentlich machen. Er wolle sie am Donnerstag zusammen mit den königlichen Finanzunterlagen offenlegen, berichtet unter anderem die britische BBC.
Der König habe die Entscheidung selbst getroffen, hieß es in dem Bericht. Aus dem Buckingham Palast gab es eine kurze Stellungnahme: Demnach sei die Veröffentlichung ein Schritt „zu mehr Transparenz“ und soll „ein breiteres Verständnis für unsere Rechenschaftspflicht fördern“.
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Herzogtum ist Haupteinnahmequelle
Mit der Entscheidung sollen die Steuerzahlungen von Charles zwischen 2024 und 2025 öffentlich werden. Dazu gehören die Steuern auf seine Einkommen, zum Beispiel von seinen Immobilien, aus seinen Investitionen und von seinen Palästen in Sandringham östlich von London und Balmoral in Schottland.
Auch wenn es das erste Mal ist, dass ein Monarch in Großbritannien seine Steuern öffentlich erklärt, hat Charles als Prinz bereits dargelegt, wie viel Steuern er bezahlte. Als König ist er dazu nicht verpflichtet, auch nicht zur Zahlung von Einkommensteuer, Erbschaftsteuer oder Zinsen aus Investments. Charles zahlt aber freiwillig Einkommensteuer und Steuer auf seine Gewinne aus Investitionen.

Erstmals werden die Gewinne aus dem Herzogtum Lancaster, die sich im vergangenen Jahr auf etwa 24 Millionen Pfund (etwa 27 Millionen Euro) beliefen, öffentlich. Es ist die Haupteinnahmequelle von Charles, zu dem Herzogtum gehören Ländereien im Norden Englands und Immobilien im Zentrum Londons.
Seit 2021 wird die staatliche Finanzierung der Royals über den Sovereign Grant geregelt. Er deckt die offiziellen Ausgaben der Königsfamilie ab, Kosten für Reisen und Instandhaltung des Königspalasts und finanziert sich aus den Einkommen der königlichen Besitztümer. Festgelegt wird er vom Parlament. Im vergangenen Jahr betrug er 137,9 Millionen Pfund, etwa 159,1 Millionen Euro.










