„Lungenentzündung unbekannter Herkunft“

Russische Behörde: Laborantin starb nicht an Pest

Aktualisiert am 05.10.2026 – 11:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Hand hält eine Petrischale (Symbolbild): Laut einer russischen Behörde gab es in Sibirien keinen Pestausbruch. (Quelle: IMAGO)

Eine Frau stirbt in Sibirien – womöglich nach einer Pesterkrankung. Die Untersuchung einer russischen Behörde kommt zu einem anderen Ergebnis.

Die 28-jährige Laborantin aus Sibirien ist laut russischen Angaben nicht an der Pest gestorben. Wie die Behörde Rospotrebnadsor, die in Russland für Seuchenbekämpfung verantwortlich ist, laut Nachrichtenagentur Interfax mitteilte, starb die junge Frau an einer „Lungenentzündung unbekannter Herkunft“.

Die Frau arbeitete in einem Institut zur Bekämpfung von Pestkrankheiten, sie war am vergangenen Freitag in einem Krankenhaus in Sibirien. Laut Rospotrebnadsor konnten bei einer Obduktion keine Mikroorganismen festgestellt werden, „die mit ihrer beruflichen Tätigkeit in Zusammenhang stehen“.

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In den vergangenen Tagen hatte es Berichte gegeben, dass der Frau in dem Labor ein Reagenzglas heruntergefallen war – und sie sich dabei mit der Pest infiziert haben könnte. Wie Rospotrebnadsor nun bekannt gab, habe ihre Untersuchung ergeben, dass es in dem Institut keinen Laborunfall gab.

Staatliche Behörde spricht von stabiler Situation

Nach Angaben des Telegramkanals „Ljudi Bajkala“ wurden in Irkutsk zwei allgemeine Krankenhäuser sowie eine Kinderklinik unter Quarantäne gestellt. Es seien bisher keine weiteren Infektionen verzeichnet worden.

Lungenpest ist eine schwere Form der durch das Bakterium Yersinia pestis verursachten Pest. Sie kann entstehen, wenn sich die Infektion auf die Lunge ausbreitet. Die Erkrankung ist mit Antibiotika behandelbar, wenn die Therapie früh beginnt.

Die Pest kommt laut Robert Koch-Institut noch in Ländern Afrikas, Amerikas und Asiens vor – in Deutschland nicht. Das Risiko der Einreise eines mit dem Pesterreger Infizierten sei gering.

Die Behörde Rospotrebnadsor gehört zum russischen Gesundheitsministerium und untersteht so direkt der russischen Regierung. Laut der Seuchenbehörde ist die hygienisch-epidemiologische in der betroffenen Region stabil.

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