Normalerweise spielt der HEBC sonntagvormittags um 10.45 Uhr vor rund 250 Zuschauern auf dem Professor-Reinmüller-Platz. Mehrfamilienhäuser umgeben die Anlage mitten im Stadtteil. Auf dem früheren Grandplatz liegt inzwischen Kunstrasen.
Bekannte Namen im HEBC
Mehrere frühere HEBC-Spieler schafften später den Sprung zu bekannteren Vereinen. Dazu zählen Daniel Brückner, der unter anderem für Werder Bremen, die SpVgg Greuther Fürth und den SC Paderborn spielte, sowie André Trulsen mit Stationen beim FC St. Pauli, 1. FC Köln und Holstein Kiel. Auch Thomas Wolter, später bei Werder Bremen, spielte für den HEBC.
Im aktuellen Kader dürfte Semir Demirovic vielen Fußballfans am ehesten bekannt sein. Der 26-jährige Mittelfeldspieler ist der jüngere Bruder von Ermedin Demirovic, der beim Bundesligisten VfB Stuttgart unter Vertrag steht. Bastian Stech dagegen kann beim Pokalspiel nicht mitwirken. Der Abwehrspieler verletzte sich Anfang August schwer am Sprunggelenk und fällt für die Partie aus.
Große Unterstützung im Stadtteil
In Eimsbüttel ist die Vorfreude auf das Pokalspiel deutlich zu sehen. Das Bezirksamt beklebte insgesamt 40 Fenster seines Verwaltungsgebäudes mit lilafarbener Folie. In den Abendstunden bilden die beleuchteten Fenster ein großes Herz für den HEBC. Die Aktion gehört zur Kampagne „Football’s coming Eimsbüttel“ (Der Fußball kommt nach Eimsbüttel) und soll die Unterstützung des Stadtteils für den Verein zeigen.
Auch Spieler und Fans beteiligten sich an den Vorbereitungen und gestalteten gemeinsam einen Hamburger Linienbus. Mit diesem Bus fährt die Mannschaft am Dienstag zum Spiel. Für den Vereinsvorsitzenden Konstantin Zimmermann passt das Verkehrsmittel zum Selbstverständnis des Clubs: „Wir sind ein Amateurverein, wir kommen aus Eimsbüttel, und wir bleiben auch vor einem Gegner wie Borussia Dortmund bodenständig“.
Die Zukunft des HEBC
Die Teilnahme an der ersten Runde des DFB-Pokals bringt dem HEBC nicht nur sportlich einen besonderen Erfolg, sondern auch zusätzliche Einnahmen. Dem Verein stehen 211.886 Euro zu. Das Geld kann in mehrere Vorhaben fließen. Geplant sind unter anderem die Renovierung des älter gewordenen Clubhauses und der Umbau eines zweiten Platzes.
Auch über das Pokalspiel hinaus will der HEBC an seinem bisherigen Kurs festhalten. Ligamanager Eduardo Avarello fasste diesen vor dem „Jahrhundertspiel“ so zusammen: „Den HEBC mit wenigen Worten beschreiben? Herz, Familie und Freundschaften fürs Leben.“