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Home » Tirol mahnt im Spätsommer zu Vorsicht
Leben

Tirol mahnt im Spätsommer zu Vorsicht

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 1, 2026
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Auch in höheren Lagen

Tirol warnt vor Zecken


01.09.2026 – 18:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Zecken können Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen (Archivbild): In den Alpen sind sie mittlerweile sogar in hohen Höhen anzutreffen. (Quelle: Patrick Pleul/dpa/dpa-bilder)

Ein Spaziergang auf einer Alpenwiese und eine Woche später zeigen sich Grippesymptome. Damit aus dem Urlaub keine Krankheit mit zurück nach Hause gebracht wird, informiert jetzt Tirol.

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, doch für die Zecken-Saison gilt das noch lange nicht. In den bei deutschen Urlaubern beliebten Alpenregionen Tirol (Österreich) und Südtirol (Italien) bleiben die kleinen Blutsauger auch im Spätsommer und Herbst aktiv. Dabei sind sie längst nicht mehr nur in tiefen Lagen anzutreffen.

Das österreichische Bundesland Tirol warnt in einer aktuellen Mittelung davor, das Zeckenrisiko im August und September zu unterschätzen. Die Saison reiche inzwischen – abhängig von Temperatur und Feuchtigkeit – vom Frühjahr bis in den Spätherbst. Früher galten höhere Bergregionen als weitgehend zeckenfrei. Doch aufgrund milder Temperaturen wandern die Tiere inzwischen bis auf 2.000 Meter Höhe, wie ein Zeckenmonitoring in Nord- und Südtirol ergab.

  • Zecken und der Klimawandel: Werden sie jetzt noch gefährlicher?

So können sich Wanderer vor Zecken schützen

Besonders für Wanderer und Menschen, die viel in der Natur unterwegs sind, ist deshalb weiterhin Vorsicht geboten. Zecken können unter anderem Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose übertragen. FSME kann mit einer Impfung vorgebeugt werden, die alle fünf Jahre aufgefrischt werden sollte (ab dem 60. Lebensjahr alle drei Jahre). Gegen Borreliose gibt es keine Impfung, sie kann mit Antibiotika behandelt werden.

Barbara Schmidt, Amtsärztin und Impfkoordinatorin des Landes Tirol, betont: „Nach vollständiger Grundimmunisierung beziehungsweise einer aktuellen Auffrischungsimpfung liegt die Schutzwirkung gegen FSME bei über 97 Prozent.“ Die Impfung sei im Allgemeinen gut verträglich.

Auch lange Kleidung schützt vor Zecken

Sie reisen ohne Impfung in die Alpen? Auch einfache Verhaltensregeln können laut Schmidt das Risiko eines Zeckenstichs reduzieren. „Lange, helle Kleidung und geschlossene Schuhe helfen, Zecken schneller zu erkennen. Nach jedem Ausflug empfiehlt es sich, den Körper gründlich abzusuchen – besonders bei Kindern. Zecken setzen sich bevorzugt an warmen, feuchten Stellen wie Haaransatz, Nacken, Achselhöhlen, Kniekehlen oder in der Leistengegend fest“, erklärt die Ärztin. Auch Kleidung und Haustiere sollten nach Ausflügen in der Natur regelmäßig kontrolliert werden.

Hat sich eine Zecke bereits festgesaugt, sollte sie möglichst schnell entfernt werden. Das Tier wird dafür mit einer spitz zulaufenden Pinzette möglichst nah an der Haut gefasst und vorsichtig herausgezogen, ohne es zu zerquetschen.

Anschließend sollte die Einstichstelle über mehrere Wochen beobachtet werden. Treten auffällige Hautveränderungen oder andere Beschwerden auf, ist eine ärztliche Abklärung ratsam.

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