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Home » Berliner soll Tatwaffe verkauft haben – U-Haft
Deutschland

Berliner soll Tatwaffe verkauft haben – U-Haft

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 1, 2026
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Bluttat in Stade

Berliner soll Tatwaffe verkauft haben – U-Haft


01.09.2026 – 14:14 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Einsatzkräfte von Polizei und Spurensicherung am Tatort in Stade (Archivbild): Der mutmaßliche Verkäufer der später verwendeten Waffe wurde festgenommen. (Quelle: Jonas Walzberg/reuters)

Nach dem Mord an sechs Menschen in Stade war die Herkunft der Tatwaffe zunächst unklar. Die Ermittlungen führen nun nach Berlin.

Mehr als zwei Monate nach dem Sechsfachmord in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade bei Hamburg haben Ermittler einen 49-jährigen Berliner festgenommen. Er soll dem mutmaßlichen Täter die später verwendete Waffe verkauft haben und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Stade am Dienstag mit.

Spezialeinsatzkräfte nahmen den Mann am frühen Montagmorgen in Berlin fest. An dem Zugriff waren auch Beamte der Stader Mordkommission und der Berliner Polizei beteiligt. Der Beschuldigte ließ sich den Angaben zufolge widerstandslos festnehmen. Die Ermittler brachten den 49-Jährigen anschließend in den Stader Polizeigewahrsam. Dort wurde er erkennungsdienstlich behandelt und erstmals vernommen.

Staatsanwaltschaft Stade beantragt U-Haft

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stade kam der Mann am Dienstagmittag vor eine Haftrichterin am Amtsgericht Stade. Diese erließ einen Untersuchungshaftbefehl. Der Beschuldigte wurde daraufhin in eine niedersächsische Justizvollzugsanstalt gebracht. Welcher konkrete Straftatbestand ihm vorgeworfen wird, teilten die Behörden zunächst nicht mit.

Bei der Gewalttat am 29. Juni wurden in der Stader Jugendhilfeeinrichtung vier Frauen und zwei Männer erschossen. Drei Opfer arbeiteten für die Einrichtung, drei weitere für das Jugendamt der Region Hannover.

Mutmaßlicher Schütze beging Suizid in JVA

Der 45-jährige Tatverdächtige soll während eines Hilfeplangesprächs plötzlich das Feuer eröffnet haben. Bei dem Termin ging es nach bisherigen Erkenntnissen um das Sorgerecht für seine damals drei Monate alte Tochter. Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann sechsfachen Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vor. Eine waffenrechtliche Erlaubnis besaß er nicht.

Der mutmaßliche Schütze starb am 21. Juli in der Justizvollzugsanstalt Bremervörde. Nach Angaben des niedersächsischen Justizministeriums beging er Suizid. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es demnach nicht. Die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Verkäufer der Tatwaffe dauern an.

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