Maßnahme gegen Massenandrang
Barcelona erhebt ab 1. April Touristengebühr
26.02.2026 – 14:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Wer in Barcelona übernachtet, muss ab April dafür extra zahlen. So möchte die Stadt zusätzliche Einnahmen generieren und den Besucheransturm dämpfen.
Barcelona, Hauptstadt der autonomen Gemeinschaft Katalonien und weltweit beliebtes Touristenziel, will den Massenandrang mithilfe einer Gebühr eindämmen. Ab dem 1. April 2026 wird eine Touristensteuer von maximal 15 Euro pro Person und Nacht erhoben. Das hat die katalanische Regierung beschlossen. Von der Abgabe betroffen sind alle Personen, die in einer touristischen Einrichtung übernachten. Das kann ein Hotel, Hostel oder eine Pension sein, aber auch ein Campingplatz oder eine Jugendherberge.
Wer in Barcelona in einer Ferienwohnung übernachtet, muss künftig eine Tourismusabgabe von rund 12,50 Euro pro Nacht zahlen. In Hotels wird der Preis je nach Sternekategorie des Hauses zwischen 10 und 15 Euro liegen. Die Gebühr wird direkt bei der Buchung einer Unterkunft fällig und vom Betreiber an die zuständige Behörde abgeführt. Nach Berichten katalanischer Medien soll sie schon im kommenden Jahr angehoben werden.
In Barcelona hofft man, dass die neue Gebühr Kurztrips für Reisende unattraktiver macht. Stattdessen wünschen sich die Verantwortlichen zahlungskräftigere Reisende, die länger bleiben. Die zusätzlichen Einnahmen sollen in Projekte der Wohnungs- und Sozialpolitik der 1,7-Millionen-Einwohner-Stadt fließen. Ein Teil des Geldes soll den Angaben zufolge aber auch dem Tourismus zugutekommen.
Viele Touristenziele in aller Welt haben begonnen, mithilfe höherer Abgaben den Massenandrang einzudämmen und mehr Einnahmen zu generieren. So wird etwa in Venedig seit 2024 von Tagestouristen eine Steuer von rund 10 Euro verlangt, die vor dem Besuch online entrichtet werden muss. Rund 5,4 Millionen Euro wurden dadurch im Jahr 2025 in die Stadtkasse gespült.











