Räumfahrzeuge unterwegs

Kurioser Anblick auf den Straßen: Das steckt dahinter


24.08.2026 – 10:31 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Räumfahrzeug (Symbolbild): In Köln bereiten sich die AWB bereits auf den Winter vor. (Quelle: IMAGO/Jan Eifert/imago)

In Köln rollen bald die ersten AWB-Fahrzeuge mit Schneepflug und Streumaterial durch die Straßen. Obwohl Frost und Schnee noch lange nicht in Sicht sind.

In Köln erwartet Passanten ein ungewöhnlicher Anblick: Trotz Sonnenschein und noch immer sommerlicher Temperaturen fahren Winterdienstfahrzeuge der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) durch die Straßen – komplett mit Schneepflug und Streuteller. Was auf den ersten Blick unsinnig erscheinen mag, ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der AWB.

Anfang September nämlich startet das Unternehmen mit der Erprobung ihrer Winterdienstpläne. Wie das Unternehmen mitteilt, sei das „Teil eines gezielten Trainingsprogramms, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.“ Wenn es erstmal friere oder die Straßen sogar verschneit sein sollten, müsste jeder Fahrer sein Fahrzeug und die ihm zugewiesene Strecke routiniert beherrschen. „Die Fahrzeuge verfügen über eine sehr komplexe Technik, der Umgang wird sogar mit Fahrsicher- heitstrainings auf dem Nürburgring trainiert, damit alle Fahrer im Einsatzfall sicher unterwegs sind“, erklären die AWB.

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Auch die stetige Veränderungen im Kölner Straßenbild seien ein Faktor, den es zu berücksichtigen gebe. So würden sich Baustellen, neue Verkehrsführungen oder die Umgestaltung von Straßenzügen auch auf die Routen des Winterdienstes auswirken. Daher werden die Fahrer ihre Routen bereits jetzt abfahren, um Abzweigungen zu prüfen und mögliche Engstellen zu identifizieren.

Winterdienst in Köln soll auf Ernstfall vorbereitet werden

Das sei vor allem bei Straßen der Planstufe 1 wichtig. Darunter fallen Straßen, die im Ernstfall mit besonderer Dringlichkeit sicher gemacht werden müssen – wie etwa Hauptverkehrsstraßen, Brücken und Strecken der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB). In Köln umfasst diese Planstufe 1 insgesamt 1.900 Kilometer.

Ziel der Maßnahmen ist es laut AWB, „dass im Winter alles reibungslos funktioniert“, auch wenn die Sicht eingeschränkt ist und die Zeit drängt, wie Turan Oguz, Betriebshofleiter der Stadtreiniger bei der AWB, sagt. „Im Winter haben wir keine Zeit lange zu überlegen oder Risiken einzugehen – da muss jeder Griff und jede Kurve sitzen. Deshalb fahren wir die Strecken jetzt schon ab, damit sie im Kopf sind.“

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