„Kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“

Aachens Trainer bleibt trotz Niederlage in Würzburg positiv


16.09.2026 – 18:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Mersad Selimbegović auf der Pressekonferenz nach dem Spiel in Würzburg: Er selbst sah ein gutes Spiel seiner Mannschaft. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Scott Coleman)

Viele Chancen, keine Tore: Die Niederlage in Würzburg dämpft die Stimmung vor dem Westderby gegen Düsseldorf. Trainer Selimbegović sieht dagegen Positives.

Ein einziger Punkt in drei Spielen gegen Aufsteiger: Nach der 0:1-Niederlage bei den Würzburger Kickers am Dienstag ist die Stimmung bei der Alemannia gedämpft. Bereits gegen die Drittliga-Neulinge Fortuna Köln (1:1) und SV Meppen (0:3) hatte Aachen kaum Zählbares mitgenommen.

Damit steht die Alemannia mit acht von 18 möglichen Punkten auf Platz sieben in der Tabelle. Jeweils zwei Siege, Unentschieden und Niederlagen stehen zu Buche. Für viele Fans in den sozialen Medien Grund genug, Kritik an der Mannschaft zu äußern. Angesichts von erst sechs gespielten Partien bleibt aber noch genug Zeit für die Schwarz-Gelben, wieder an die obersten Ränge heranzukommen.

Wie beim 2:2-Unentschieden gegen Jahn Regensburg war es in Würzburg wieder einmal die Chancenverwertung, die der Alemannia einen Strich durch die Rechnung machte. Nach dem 0:1-Rückstand durch Tarsis Bonga vergaben in der zweiten Halbzeit die Neuzugänge Jonas Oehmichen, Justin von der Hitz und Georg Ermolaev Möglichkeiten auf den Ausgleich.

Aachens Trainer Selimbegović: „Sehr gutes Spiel gemacht“

Aachens Trainer Mersad Selimbegović blieb trotz der Niederlage und der Kritik der Fans positiv. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben ein sehr gutes Spiel gezeigt“, erklärte er in der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Wir sind sehr dominant aufgetreten und haben gleich die Kontrolle übernommen. Einige Situationen müssen wir besser ausspielen oder es wurde uns verweigert, dass wir sie ausspielen können.“ Zum Gegentor sagte der 44-Jährige, dass es „schon mal passieren“ könne, „dass ein Spieler aus dieser Position ein Kopfballtor erzielt“.

In der zweiten Spielhälfte habe seine Mannschaft kaum etwas zugelassen und sich „genug Chancen erspielt“, obwohl das gegen die tief stehenden Würzburger nicht einfach gewesen sei, so Selimbegović weiter. „Es war so ein Tag, an dem sehr viel gegen uns gelaufen ist“. In der 84. Minute hatte Torhüter Stefan Bajic zu allem Überfluss nach einer Notbremse die Rote Karte gesehen.

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Westderby: Düsseldorf reist mit zwei Siegen im Gepäck zum Tivoli

Am Samstag ist somit Wiedergutmachung angesagt. Dann steht das ausverkaufte Westderby auf dem Tivoli gegen Fortuna Düsseldorf an. Rund 30.000 Zuschauer werden die Partie um 14 Uhr vor Ort verfolgen – davon etwa 5.000 Fans aus der Landeshauptstadt. „Jetzt heißt es, Mund abputzen und Samstag ein gutes Spiel machen“, forderte Selimbegović daher.

Die Fortuna reist allerdings mit Selbstbewusstsein zum Tivoli. Nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt fand die Mannschaft zuletzt wieder in die Spur. Dem Derbysieg gegen den MSV Duisburg am Wochenende folgte am Dienstag ein 2:1-Erfolg bei Jahn Regensburg. Damit steht Düsseldorf vor der Partie zwei Punkte vor der Alemannia.

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