1. FC Köln
Geißbockheim: Verhandlung fällt aus – wegen Insekten
Aktualisiert am 10.06.2026 – 19:26 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Verhandlung um den Ausbau des Geißbockheims fällt kurzfristig aus. Die Gründe: Naturschützer sehen Insekten bedroht.
Eine für Donnerstag geplante Verhandlung am Oberverwaltungsgericht Münster über den Ausbau des Trainingszentrums des 1. FC Köln ist kurzfristig abgesagt worden. Wie das nordrhein-westfälische Gericht am Vorabend mitteilte, hatten Naturschützer neue Argumente zum Artenschutzgutachten des Bebauungsplans eingebracht. Im Mittelpunkt stehen dabei laut einer Gerichtssprecherin Tagfalter, Grashüpfer und Libellen – allesamt streng geschützte Arten. Das Gericht sieht nun weiteren Klärungsbedarf.
Seit Jahren beschäftigt der Streit über den Ausbau des Trainingszentrums des Fußball-Bundesligisten die Gerichte. Das OVG hatte bereits im November 2022 ein Urteil gesprochen, das jedoch vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im April 2024 aufgehoben wurde. Die Leipziger Richter verwiesen den Fall zur erneuten Verhandlung und Entscheidung zurück nach Münster. Wann es nach der aktuellen Absage dort weitergeht, ist laut OVG derzeit noch offen.
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Geißbock in Köln beschäftigt die Gerichte seit Jahren
Umstritten ist der 2020 von der Stadt Köln beschlossene Bebauungsplan „Rheinenergie-Sportpark in Köln-Sülz“. Der Verein plant, die bestehende Sportanlage rund um das im Stadtteil Sülz gelegene Geißbockheim zu erweitern. Als Ausgleich sollen im Grüngürtel auf der sogenannten Gleueler Wiese vier Kleinspielfelder für die Öffentlichkeit entstehen. Naturschützer kritisieren eine Vollversiegelung und warnen vor einem Verlust der unter Denkmal- und Landschaftsschutz stehenden Grünfläche für die Allgemeinheit.
Das OVG hatte den Bebauungsplan 2022 deshalb gekippt. Der Verein legte daraufhin Revision ein. Die Richter in Leipzig betonten in ihrer Entscheidung: „Die Versiegelung eines geringfügigen Teils dieser Gesamtfläche ist mit ihrem Charakter als Grünfläche vereinbar.“
