Hersteller opfert seine Vorzeigemodelle
Nach 24 Jahren: Aus für BMW-Klassiker
13.08.2026 – 11:38 UhrLesedauer: 2 Min.
BMW verwirft, was jahrzehntelang als sicher galt. Für seine neue Elektro-Architektur stellt der Münchner Autobauer jede Baureihe auf den Prüfstand. Die ersten Opfer stehen bereits fest.
BMW räumt im Portfolio auf und nimmt harte Einschnitte vor. Der Vorstand unterzieht jede bisherige Baureihe einer kritischen Prüfung. Dabei fallen nicht nur Nischenmodelle dem Rotstift zum Opfer.
Das Ende für Z4 und 8er-Reihe steht fest

Beim Z4 ist das Aus bereits besiegelt. Im Frühjahr baute der Auftragsfertiger Magna Steyr den Roadster zum letzten Mal. Einen Nachfolger plant BMW nicht.
Auch die 8er-Reihe wird nicht fortgesetzt. Zwar wurde nach der Alpina-Übernahme über ein Comeback unter dem Luxuslabel spekuliert, doch die Konzernspitze winkt intern ab. Ein Sprecher begründet dies mit der veralteten Technik: Die Basis sei rund acht Jahre alt. Ein Umbau für die Neue Klasse lohne sich wirtschaftlich nicht.
Der i3 jagt dem i4 die Käufer ab
Wie es mit dem i4 weitergeht, bleibt offen. Das Elektroauto wird seit Herbst 2021 im Münchner Stammwerk produziert und sichert dem Konzern hohe Absatzzahlen. Allerdings wird BMW bald den neuen i3 auf derselben technischen Basis bauen. Da beide Modelle dieselbe Käufergruppe ansprechen, droht ein interner Konkurrenzkampf. Öffentlich schweigt BMW, unternehmensnah gilt die Zukunft des i4 jedoch als völlig offen.
In China will niemand den XM

Beim XM wächst der Druck. BMW entwickelte das Luxus-SUV als eigenständiges, teures M-Modell. Nach einem starken Jahr 2023 sinkt jedoch die Nachfrage auf dem wichtigsten Markt China. Im Jahr 2025 verkaufte der Konzern weltweit nur noch gut 7.600 XM und im ersten Halbjahr 2026 sanken die Zahlen noch weiter. Aufgrund des schwachen Absatzes rechnet sich das teure Prestigeprojekt nicht mehr.
BMW streicht auch den X4

Auch an den Rändern fallen Modelle weg. So lässt BMW den X4 im US-Werk Spartanburg ohne Nachfolger auslaufen. Bei den Kompaktwagen verliert der 2er Active Tourer an Boden, denn die SUV-Modelle X1 und X2 verkaufen sich deutlich besser.

